Ökologischen Fußabdruck ermitteln

Jeden Tag verbrauchen wir Energie, konsumieren Lebensmittel und kaufen irgendwelche Dinge. Was uns dabei oft nicht bewusst ist: welche Auswirkungen das auf die Erde hat. Der ökologische Fußabdruck bringt hier Licht ins Dunkel. Wissen Sie, wie groß Ihrer ist?

Das Prinzip des ökologischen Fußabdrucks ist einfach. Er stellt die Fläche dar, die benötigt wird, um all die Ressourcen und Energie zur Verfügung zu stellen, die wir im Zuge unseres täglichen Lebens in Anspruch nehmen. Diese „theoretische“ Fläche ist weit größer, als viele vermutlich denken würden. Der ökologische Fußabdruck von Deutschland (Stand 2019) ist so groß, dass wir drei Erden benötigen würden, wenn die gesamte Weltbevölkerung so leben würde wie wir hier. Und das liegt am Ende an jedem Einzelnen von uns. Den eigenen ökologischen Fußabdruck im Blick zu haben und möglichst gering zu halten, ist deshalb enorm wichtig.

Die Berechnung des Fußabdrucks wird dabei in vier Bereiche aufgeschlüsselt: Konsum und Freizeit, Ernährung, Wohnen und Energie sowie Verkehr und Mobilität. Worauf es dabei ankommt, erfahren Sie unter den folgenden Punkten.

Konsum

Unter Konsum fällt alles, was wir kaufen – außer Lebensmittel, diese gehören zum Bereich Ernährung. Zum Bereich Konsum zählen also zum Beispiel das neue Paar Schuhe, das Abo bei einem Online-Streaming-Dienst oder die Tube Zahnpasta. Aber auch verschiedene Freitzeitaktivitäten und Tätigkeiten, wie etwa ein Kinobesuch oder die Nutzung eines Handys, werden hier mit einberechnet. Und genauso kommt es darauf an, ob es sich um nagelneue Artikel oder um Secondhandware oder recycelte Produkte handelt: Der ökologische Fußabdruck der beiden Letzteren wird im Vergleich als etwas geringer bewertet.

Ernährung

Beim Thema Ernährung und Lebensmittel ist es relativ einfach, sich vorzustellen, ob ein Produkt einen vergleichsweise großen oder kleinen ökologischen Fußabdruck hat. Ein Apfel aus der Region zum Beispiel braucht nicht viel, bis er direkt nach der Ernte gegessen werden kann. Der Baum, an dem er wächst, braucht Platz auf einer Obstwiese. Der Bauer braucht Energie und Geräte, um ihn gedeihen zu lassen und zu ernten. Und er muss zum Verkauf transportiert werden. All das wird in Fläche umgerechnet. Bei der gleichen Rechnung für ein Stück Wurst fällt die Fläche schon größer aus, weil sie in der Erzeugung der Rohstoffe und Herstellung weitaus aufwendiger ist. Und auch die Verpackung spielt eine Rolle. Je mehr Verpackung, desto größer der ökologische Fußabdruck.

#zukunftleben

Beim Einkaufen den ökologischen Fußabdruck verkleinern – das geht. Zum Beispiel indem Sie Verpackungen sparen. Wie das ganz einfach funktioniert und welche Alternativen EDEKA Südwest bietet, um Verpackungsmüll zu reduzieren, lesen Sie hier.

Wohnen

Heizung, fließend warmes Wasser und elektrisches Licht sind für uns heute selbstverständlich. Und nur einen Griff zum Drehknopf, Wasserhahn oder Schalter entfernt. Umso schwerer fällt es, sich bewusst zu machen, wie viel dahintersteckt – bis man die Heizungs- oder Stromrechnung in den Händen hält. Jedoch lässt der Preis hier keine Rückschlüsse auf den ökologischen Fußabdruck zu. Vielmehr ist es im Bereich Wohnen so: Kohle und Öl erzeugen einen größeren Fußabdruck als Gas – und Ökostrom einen geringeren als konventioneller Strom. Hinzugerechnet wird außerdem natürlich die Wohnfläche. Sie lässt sich eins zu eins in den ökologischen Fußabdruck übertragen.

Mobilität

Die entscheidenden Faktoren bei der Flächenberechnung im Bereich Mobilität sind die umgesetzte Energie, die das Fahrzeug benötigt, und sein CO2-Ausstoß. Je höher diese Eckdaten ausfallen, desto größer die Fläche. Öfter mal aufs Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen, statt auf das eigene Auto, ist also immer eine gute Idee. Wenn es um den Urlaub geht, haben Kreuzfahrt-Fans und Flugreisende in diesem Bereich ganz klar die größten Füße. Ihre Reisemittel schlagen beim ökologischen Fußabdruck in diesem Sektor verhältnismäßig am stärksten zu Buche.

Berechnen Sie Ihren eigenen ökologischen Fußabdruck

Auch EDEKA Südwest und der WWF setzen sich mit ihrer „Partnerschaft für Nachhaltigkeit“ für eine ressourcenschonendere Wirtschaftsweise ein. Entsprechende Produkte in den Märkten von EDEKA Südwest erkennen Sie an diesem Partner-Logo. So können wir gemeinsam – im Großen und im Kleinen – dazu beitragen, unseren ökologischen Fußabdruck insgesamt zu verringern. Wie groß Ihr individueller ökologischer Fußabdruck ist, können Sie mit dem kostenlosen WWF-Klimarechner hier direkt ermitteln.

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