Betriebsnachfolge im Gemüsebau

Julian Schumacher ist 21 Jahre alt und tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Wie beide zusammenarbeiten, was den jungen Gemüsegärtner antreibt und warum er sich für diesen Beruf entschieden hat, erfährst du hier.

Wer übernimmt den Hof, wenn die Zeit der Betriebsübergabe kommt? Eine Frage, die sich für viele Landwirtinnen und Landwirte irgendwann stellt. Laut einer Studie für den Agrarausschuss des Europäischen Parlaments ist die Zahl der Junglandwirtinnen und -landwirte in der EU von rund 1,1 Millionen im Jahr 2016 auf nur noch 960.000 im Jahr 2023 gesunken. Dabei waren nur 11 % unter 40 Jahre alt. Viele Betriebe finden niemanden für die Nachfolge und müssen aufgeben.

Doch es gibt auch junge Menschen, für die die Hofnachfolge genau der richtige Weg ist. Julian Schumacher gehört dazu. Mit 21 Jahren steht er in den Startlöchern, um den Betrieb seiner Familie in Filderstadt zu übernehmen.

„Jeder Tag ist anders – das Wetter, die Kulturen, die Aufgaben. Genau das macht diesen Beruf für mich so besonders.“

Julian Schumacher, Gemüsegärtner

Bewährtes bewahren, Neues wagen

Dass Julian Schumacher den Betrieb eines Tages übernehmen würde, war für ihn früh klar – auch wenn sein Vater Matthias ihn dazu antrieb, zunächst andere Berufe kennenzulernen. Doch Praktika in der Industrie und Gastronomie überzeugten ihn nicht, also entschied er sich für die Ausbildung zum Gemüsegärtner und hängte direkt die Meisterprüfung dran.

Nun übernimmt er Schritt für Schritt mehr Verantwortung – und schaut sich von seinem Vater vieles ab: Gelassenheit und ein wertschätzender Umgang mit den Saisonkräften, von denen viele Jahr für Jahr wiederkommen. Eigene Ideen bringt Julian auch ein – zum Beispiel mit dem Anbau von Wasser- und Honigmelonen als Pilotprojekt. „Ich möchte selbstständig Dinge ausprobieren und den Betrieb weiterentwickeln“, sagt er.

Was Julians Großvater 1969 begründete, führen Matthias und Julian Schumacher weiter – auf rund 43 Hektar bauen sie u. a. verschiedene Salate und Kohl an und sind Lieferantenbetrieb der ersten Stunde für die Regionalmarke UNSERE HEIMAT.
„Landwirtschaft bzw. Gemüsebau ist ein Job, den man nur mit Leidenschaft machen kann. Dass Julian das so konsequent durchgezogen hat mit Ausbildung und Meisterprüfung, erfüllt mich mit Stolz“, sagt Matthias Schumacher.

Verwurzelt sind Vater und Sohn aber nicht nur im Betrieb, sondern auch in ihrer Heimat. Matthias Schumacher engagiert sich seit über 35 Jahren ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr, Julian ist aktives Mitglied der Landjugend Esslingen-Filder, einem Netzwerk von jungen Menschen aus der Landwirtschaft. Dort geht es um Zusammenhalt, Austausch und gemeinsame Aktivitäten wie Kanufahren oder Grillen.

Einblicke in den Arbeitsalltag auf dem Binsachhof

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UNSERE HEIMAT – die Regionalmarke von EDEKA Südwest

  • Alle Produkte kommen aus Bundesländern des Vertriebsgebiets von EDEKA Südwest: aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.
  • Angebaut und hergestellt werden sie von über 1.500 Erzeugerbetrieben.
  • Über 120 Produkte gibt es auch in Bio-Qualität – sie tragen alle das Logo eines Bio-Verbands: Bioland, Demeter oder Naturland.

#zukunftleben: Urlaub auf dem Bauernhof

Ein weiterer Partnerbetrieb für unsere Regionalmarke ist die Hofgemeinschaft Heggelbach. Dort werden auch Ferienwohnungen vermietet.

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