Tafel-Aktion 2022

Vom 26. September bis zum 8. Oktober findet in teilnehmenden Märkten von EDEKA Südwest die Tafel-Aktion statt. Wie Sie mitmachen können, lesen Sie hier. Lernen Sie außerdem ehrenamtliche Tafel-Helferinnen und -Helfer kennen.  

So funktioniert die Tafel-Aktion

Vom 26. September bis 8. Oktober stehen in teilnehmenden EDEKA-Märkten vorgepackte Tüten mit haltbaren Lebensmitteln – und dieses Jahr ganz neu: Tüten mit Drogerieprodukten – bereit. Diese Tüten können Sie für je fünf Euro erwerben und an einer Sammelstelle im Markt abgeben. Helferinnen und Helfer der Tafeln holen die Tüten ab und bringen sie zu den Tafel-Läden. Hier werden sie an Menschen abgegeben, die sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinden.

Zusätzlich spendet EDEKA Südwest 40.000 Euro an die Landesverbände der Tafeln im Südwesten. Die Tafel-Aktion findet seit 2013 jährlich statt, dabei wurden insgesamt rund 470.000 Tüten und zusätzlich 285.000 Euro gespendet.

Tafel Edenkoben – Rheinland-Pfalz

Bei der Tafel wird man mit unterschiedlichen Schicksalen konfrontiert. Durch das Ehrenamt bekommt man aber auch viel zurück.

Lothar Heine, 1. Vorsitzender der Tafel Edenkoben

Seit mehr als sechs Jahren ist Lothar Heine bei der Tafel in Edenkoben aktiv. „Ich bin wie die Feuerwehr, wenn es irgendwo brennt, bin ich zur Stelle“, erklärt er. Und zu tun gibt es jede Menge, denn die Arbeit der Tafel in Edenkoben basiert auf drei Säulen: Lebensmittel, Kleidung und Netzwerkarbeit. Jeden Freitag können über 600 Tafel-Kundinnen und -Kunden kostengünstig mit Lebensmitteln versorgt werden. Im Juli 2021 hat die Tafel zudem das Kleiderhaus von der Stadt übernommen und hält für die Bedürftigen gespendete, gut erhaltene Kleidung bereit. Und auch wenn diese Hilfe bei alltäglichen Dingen wie Behördengängen oder Kontakt zu Arztpraxen brauchen, unterstützen die Tafel-Helferinnen und -Helfer sie dabei schnell und unbürokratisch. „Die meisten Menschen, die zu uns kommen, rutschen unverschuldet in dieses Dilemma. Das sind oft dramatische Schicksale – wie die alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, von denen eines Krebs hat“, erzählt Lothar Heine.

Zu den Aufgaben von Lothar Heine gehört viel Verwaltungsarbeit. Er muss sich mit Lebensmittelrecht, Haftungsrecht oder Kühlketten auskennen. Ans Aufhören denkt der engagierte Rentner, der zum Ausgleich gerne ins Fitnessstudio geht oder Fahrrad fährt, aber nicht: „Wenn der liebe Gott im Himmel mich lässt und die Ärztinnen und Ärzte hier auf der Erde einen guten Job machen, werde ich hoffentlich 100 Jahre alt. Und so arbeite ich so lange wie möglich ehrenamtlich bei der Tafel weiter.“

Tafel Kehl – Baden-Württemberg

Auch wenn es mal Herausforderungen gibt, die Dankbarkeit der Menschen, denen wir helfen können, ist die schönste Motivation. 

Bernhard Karcher, 2. Vorsitzender der Tafel Kehl

Bei der Tafel Kehl stehen große Veränderungen an. Denn die Räume im zweiten Stock eines Wohngebäudes sind einfach zu beengt. Und auch für die Helferinnen und Helfer ist es beschwerlich, die Lebensmittel immer durch das Treppenhaus nach oben tragen zu müssen. Voraussichtlich Mitte 2023 zieht die Tafel Kehl daher um. Aktuell ist das Gebäude der Städtischen Wohnbaugesellschaft noch ein Rohbau, in das die Tafel im Erdgeschoss einziehen wird. Und es gibt viel zu tun: „Die Kühl- und Verkaufsräume müssen komplett eingerichtet werden, dafür suche ich Sponsorinnen und Sponsoren“, erzählt Bernhard Karcher. Er hat vor über zehn Jahren ehrenamtlich als Fahrer bei der Tafel angefangen und ist seit sechs Jahren der zweite Vorsitzende. Auf das Dach des neuen Gebäudes soll übrigens eine Solaranlage, damit die Tafel ihren eigenen Strom erzeugen und in Zukunft dann auch E-Autos für die Abholung der Waren einsetzen kann.

Derzeit versorgt die Tafel Kehl rund 85 Bedarfsgemeinschaften. Dahinter stehen über 400 Menschen – Familien, Alleinerziehende und Einzelpersonen. „Unser Tafel-Laden hat an jedem Wochentag geöffnet. Außerdem bieten wir für die Kinder der Familien, die zu uns kommen, auch eine Hausaufgabenbetreuung an“, verrät Bernhard Karcher. „Die Tafel-Aktion ist für uns jedes Jahr eine tolle Unterstützung. Wir sind für jede Tüte dankbar, denn so bekommen wir auch Waren, die sonst eher selten gespendet werden.“

So unterstützt EDEKA Südwest die Tafeln zusätzlich

Viele EDEKA-Märkte sowie die Logistikzentren geben regelmäßig Lebensmittel an die Tafeln in ihrer Region ab. Es werden nur Produkte gespendet, deren Verzehr unbedenklich ist. Die also kurz vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, oder Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern.

Tafel Bürstadt – Hessen

Lebensmittel retten, Menschen helfen – dieses Grundprinzip der Tafeln begeistert mich. Deshalb engagiere ich mich seit drei Jahren ehrenamtlich.

Dr. Sandra Thullner, Helferin bei der Tafel Bürstadt

Jeden Dienstag und Freitag öffnet die Tafel in Bürstadt ihre Türen, um über 350 Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, die sie für einen kleinen Beitrag bekommen. Und immer freitags arbeitet Sandra Thullner hier ehrenamtlich in der Ausgabe: „Der direkte Kontakt mit den Menschen macht mir am meisten Spaß, aber wenn beim Sortieren der Waren oder beim Gemüseputzen mal jemand ausfällt, helfe ich auch hier mit.“ Sich bei der Tafel engagieren, wollte Sandra Thullner schon lange, aber als Angestellte fehlte ihr hierzu die Zeit. Seit 2019 arbeitet sie freiberuflich, da bot sich die Gelegenheit. „Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Tafel-Helferinnen und -Helfern war von Anfang an toll. Das Team ist bunt gemischt, alle sind mit Leidenschaft und großem Engagement dabei.“

Der Tafel-Laden in Bürstadt ist aufgebaut wie ein Tante-Emma-Laden von früher. Es ist keine Selbstbedienung, die Menschen entscheiden aber zum Beispiel, ob sie lieber ein Päckchen Mehl oder Nudeln haben wollen. „Unsere Grundhaltung ist auch, dass wir die Menschen, die zu uns kommen, nicht wie Bedürftige behandeln, die ein Almosen bekommen. Wir sind ein Laden und die Menschen sind unsere Kundinnen und Kunden“, betont Sandra Thullner.

#zukunftleben: EDEKA Südwest ist WIN-Charta-Unternehmen

Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) ist eine Initiative innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg. Mit der WIN-Charta bietet Baden-Württemberg hiesigen Unternehmen ein gut umsetzbares und transparentes Nachhaltigkeitsmanagement. Im Dezember 2021 hat EDEKA Südwest die WIN-Charta unterzeichnet. Im Rahmen des WIN-Prozesses soll auch ein lokales WIN-Projekt unterstützt werden. Hierbei fördert EDEKA Südwest in vielfacher Weise u.a. das Ehrenamt bei diversen Tafel-Aktionen in der Region.

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