Bergwacht: Jede Rettung spornt neu an

Wenn Menschen in den Bergen verunglücken oder plötzlich krank werden, ist die Not groß. Doch das Team der Bergwacht im Schwarzwald hilft. Die Männer klettern, kommen auf Skiern oder mit dem Helikopter. Und das alles ehrenamtlich. Wir haben mit den Rettern über ihr Engagement gesprochen – auf 1000 Höhenmetern. „Wenn es um Menschenleben geht, rücken andere Dinge in den Hintergrund“, weiß Bernd Schneider. Während eines Einsatzes ist der 43-Jährige hoch konzentriert. Jeder Handgriff ist eingespielt und sitzt. Trainingseinheiten sind für ihn selbstverständlich. Auch diesen Samstag trainieren die Retter der Bergwacht Schwarzwald. Gemeinsam mit Kollegen aus der Schweiz üben sie die Luftrettung mit dem Helikopter. Schnell wird klar: Für dieses Ehrenamt sollte man nicht nur schwindelfrei sein, sondern man muss auch Mut und Zivilcourage haben. Wer in der Wutachschlucht am Feldberg, oberhalb der 60 bis 170 Meter hohen Abhänge inmitten dieser wilden Landschaft einen Unfall hat oder in Not gerät, kann sich auf Bernd, Markus und ihre Kollegen verlassen. Winch-Operator nennen sie den Mann, der die Seilwinde im Hubschrauber bedient. Wenn er Bernd während der Übung in schwindelerregender Höhe behutsam abseilt, haben die Kollegen am Boden Mühe, auf den Füßen zu bleiben – die Rotoren des Helikopters bringen nahezu alles in Bewegung. 
Bergwacht Schwarzwald

„Dieser kleine Rucksack wird bei einem Einsatz lebenswichtig.“

Bernd Schneider

Bergwacht Schwarzwald
Bergwacht Schwarzwald

„Oft hinterfragt man viele Dinge. Bei der Bergwacht bin ich mir sicher, das Richtige zu tun.“

Bernd Schneider

Bergwacht Schwarzwald

„Das Ehrenamt lehrt einem vor allem eins: Respekt vor der Natur und ihrer Gewalt.“

Markus Probst

Als Zuschauer kann man den Rettern nur staunend Respekt zollen: Sie riskieren viel in ihrem Ehrenamt. Jeder Mensch, dem sie helfen, ist wieder ein neuer Ansporn. Dabei gibt es kaum eine Stelle auf dem Feldberg, die das Team nicht kennt. „Wir waren schon so gut wie überall“, grinst Bernd hinter seinem Vollbart und nimmt den Helm vom Kopf. Der Gewerbeschullehrer aus Todtnauberg ist seit mehr als 27 Jahren überall – im Winter am Skihang, im Sommer auf Wanderwegen und Mountainbike-Trails. Oder in der Luft. Seit er 17 ist, ist er bei der Bergwacht. Zwei bis drei Abende die Woche ist er für den Verein unterwegs. Hinzu kommen Wochenenden im Winter, wenn es an den Hängen hoch hergeht. Man braucht gute Nerven, muss was einstecken können, um bei Rettungsaktionen die Ruhe zu bewahren.  

So trainieren die Retter der Bergwacht Schwarzwald für den Ernstfall

Bergwacht Schwarzwald

„Die Bergwacht ist dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Teilweise fehlen selbst die Mittel für die Dienstkleidung.“

Winfried Redhaber

→ Die öffentlichen Fördermittel und Benutzungsentgelte für Rettungseinsätze, die die Krankenkassen bezahlen, decken den finanziellen Aufwand der Bergwacht im Schwarzwald nicht komplett. „Die Retter selbst arbeiten ehrenamtlich – häufig über die Einsätze hinaus. Zum Beispiel, wenn es darum geht, Gebäude oder Fahrzeuge in Stand zu halten“, erklärt Winfried Redhaber, als Ehrenamtlicher zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Spenden und Gelder von fördernden Mitgliedern sind deshalb für die Bergwacht überlebenswichtig, um auch in Zukunft Leben retten zu können. Das Geld ist gut investiert: Jeder, der im Schwarzwald zwischen Karlsruhe und der Schweizer Grenze unterwegs ist, kann im Falle eines Falles auf die schnelle und selbstlose Hilfe der Bergretter zählen.
Bergwacht Schwarzwald

„Ich weiß, dass ich mich bei einem Einsatz auf meine Kollegen zu hundert Prozent verlassen kann.“

Winfried Redhaber

#zukunftleben

Die Mitarbeiter-Initiative „EDEKA Südwest hilft“ unterstützt die Bergwacht Schwarzwald e.V. Bei der Initiative spenden EDEKA-Mitarbeiter den Cent-Betrag nach dem Komma ihrer monatlichen Lohnabrechnung und fördern so Organisationen und Vereine in der Region. Weitere Informationen zu den Cent-Spende-Projekten finden Sie hier.

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