Das Zweinutzungshuhn und der Bruderhahn

Sogenannte Zweinutzungsrassen werden bei vielen Landwirten wieder beliebter. Was sich genau dahinter verbirgt und welche moderne Art der Hühnerhaltung hinter der Initiative „Huhn & Hahn“ steckt, lesen Sie hier.

Die weiblichen Hühner legen die Eier – die männlichen Hähne liefern das Fleisch: So lautet das Prinzip des Zweinutzungshuhns. In den vergangenen Jahrzehnten folgte jedoch eine immer stärkere Spezialisierung von Hühnerrassen. Sie führte zu reinen Lege- und Mastlinien. Bei der Zucht dieser Rassen wurden Tiere gezielt gekreuzt, um die jeweils besten Eigenschaften hervorzuholen. Heute gibt es Hühnerrassen, die sich ausschließlich für die Fleischproduktion eignen, weil sie schnell wachsen. Und es gibt Hühnerrassen, bei denen die Hennen besonders viele Eier legen. Diese Trennung hat bei der Legelinie zur Folge, dass die männlichen Küken sozusagen unbrauchbar sind, weil sie weder Eier legen können noch besonders viel Fleisch ansetzen.

Legehennen

Im Schnitt legen die Hennen rund 300 Eier pro Jahr. Dafür setzen sie im Vergleich nur wenig Fleisch an. Hähne aus der Legelinie sind ebenfalls sehr mager und brauchen für den Fleischansatz viel mehr Futter als „moderne“ Mastlinien.

Masthühner

Anders als Legehennen setzen diese speziellen Hühnerrassen schnell Fleisch an und eignen sich daher gut für die Mast. Was viele dabei gar nicht wissen: Sowohl Hähne als auch Hühner werden für die Mast aufgezogen.

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Der Bruderhahn: die Initiative „Huhn & Hahn“

Alle Betriebe der Initiative „Huhn & Hahn“ verbindet die Idee, auch die männlichen Küken aus Legehennenhaltung großzuziehen, um das Kükentöten zu verhindern. Denn zu einer Legehenne gehört nun mal auch der Bruderhahn. Obwohl die Hähne deutlich länger in der Aufzucht brauchen als konventionelle Masthähnchen, investieren die Landwirte Zeit, Mitarbeiter und Geld in die Mast dieser Tiere. Die männlichen Hühner erhalten dadurch einen eigenen Wert, wodurch die Erzeuger ein Mehr an Tierwohl fördern.

Produkte der Initiative „Huhn & Hahn“

Eine rote Banderole sowie das Logo „Huhn & Hahn“ machen Sie auf Eier, Maultaschen und weitere Produkte der Initiative aufmerksam. Diese sind in den Märkten von EDEKA Südwest erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Landwirte, die sich im Rahmen der Initiative für ein gerechteres Miteinander von Tier und Mensch starkmachen. Alle Erzeuger von Bio-Eiern und Eiern aus Freilandhaltung von „Unsere Heimat – echt & gut“ sind Teil der Initiative „Huhn & Hahn“. Das bedeutet, dass sie auch die männlichen Küken aufziehen. Nach und nach kommen zudem Eier der Regionalmarke aus Bodenhaltung dazu.

#zukunftleben: Bio-Eier vom Bodensee

Dominik Fäßler (im Bild links) ist mit seinem Legehennen-Betrieb Teil der Initiative „Huhn & Hahn“. Gemeinsam mit Konrad Halter, der Bio-Eier aus der Bodensee-Region vermarktet, haben wir den Hof des 26-Jährigen besucht.

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