Die Bio-Pioniere

Vor 30 Jahren fasste Burkhard Klein den Entschluss, den Legehennenbetrieb seiner Eltern auf Bio-Landwirtschaft umzustellen. Daraus ist Westerwald-Bio entstanden – ein Naturland-Partner und Vermarktungsbetrieb für die Eier vieler anderer Bio-Landwirte.

Es ist jeden Tag das gleiche Spiel, das sich auf dem Hof von Burkhard Klein im beschaulichen Eschenburg, am Rande des Westerwalds, beobachten lässt: Am frühen Nachmittag, wenn die Sonne am höchsten steht, ertönt lautes Gackern aus dem Hühnerstall. Essenszeit! „Ein Huhn hat einen festen Tagesrhythmus. Gerade haben sie ihre Eier gelegt – und danach hat man natürlich Hunger“, erklärt Max Dobler, Schwiegersohn von Geschäftsführer Burkhard Klein, der für das Qualitätsmanagement im Betrieb zuständig ist. „Wir füttern die Tiere mit einem Mix aus Getreide, Mais und Erbsen“, sagt er. „Natürlich alles aus Bio-Anbau.“

Vor etwa 30 Jahren wurde Westerwald-Bio zu einem Pionier in Sachen Bio-Landwirtschaft. 1991 übernahm Burkhard Klein den Betrieb seiner Eltern und war sich sicher: „Ich wollte die Dinge ein bisschen anders machen.“ Daraufhin habe er den Hof sukzessive auf Bio umgestellt. Zu dieser Zeit ein durchaus kompliziertes Unterfangen: „Damals gab es weder eine Bio-Verordnung noch Verbände in unserer Gegend, die uns unterstützen konnten“, erzählt der Landwirt. Die Aufbauarbeit war somit mühevoll und von Pioniergeist geprägt. Heute hält das Familienunternehmen in vierter Generation nicht nur 24.000 Hühner nach Naturland-Standards, sondern unterstützt als Vermarktungsgesellschaft auch andere Landwirte mit festen Abnahmepreisen für ihre Eier.

Wo ich herkomme, haben Lebensmittel noch einen Wert. Das hat mich geprägt.
Burkhard Klein
Geschäftsführer der Westerwald-Bio GmbH

Viel Auslauf und natürliches Futter: zu Besuch auf einem Naturland-Hof

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Bunte Bio-Eier dank einzigartiger Färberei

Die Vermarktung von Bio-Eiern ist bei Westerwald-Bio eine besonders bunte Angelegenheit, denn: Das Familienunternehmen verfügt über eine der wenigen Bio-Färbereien Deutschlands. In der hochmodernen Anlage kommen statt chemischer Mittel Paprika- oder Kurkumaextrakt zum Einsatz. „Die Farbe dient gleichzeitig als Schutzschicht für das Ei. Damit bleibt es länger haltbar“, erklärt Max Dobler.

#zukunftleben: Die Initiative „Huhn & Hahn“

Alle Erzeuger von Bio-Eiern für „Unsere Heimat – echt & gut“ sind Teil der Initiative „Huhn & Hahn“. Das bedeutet, dass sie auch die männlichen Küken aufziehen. Die höheren Kosten für die Aufzucht der Hähne werden neben dem Verkauf des Hähnchenfleischs auch durch einen Preisaufschlag bei den Eiern der zugehörigen Hennen finanziert. Mit dem Kauf der Produkte unterstützen Verbraucher daher ein Vorreiterprojekt zur Aufzucht weiblicher und männlicher Tiere.

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