Warum Fairtrade kaufen?
Immer mehr Menschen legen Wert darauf, dass Produkte fair gehandelt und nachhaltiger angebaut werden. Genau dafür steht das Fairtrade-Siegel! Hier erfährst du, was es auszeichnet.

Diese Standards garantiert das Fairtrade-Siegel
Die ökologischen Fairtrade-Standards umfassen einen umweltschonenderen Anbau und den Schutz natürlicher Ressourcen. Gefährliche Pestizide und gentechnisch verändertes Saatgut sind tabu.
Im Mittelpunkt der ökonomischen Fairtrade-Standards stehen gerechte Mindestpreise für die Erzeugnisse der Bäuerinnen und Bauern und gerechte Löhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Außerdem erhalten sie Fairtrade-Prämien, um ihre Entwicklung zu unterstützen. Sie selbst entscheiden demokratisch, in welche sozialen, ökologischen oder ökonomischen Projekte die Prämien investiert und welche Ziele damit erreicht werden sollen.
Rund zwei Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter in rund 70 Ländern profitieren von den Fairtrade-Standards und -Mindestpreisen. FLOCERT, ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen und Tochtergesellschaft der Dachorganisation Fairtrade International, kontrolliert deren Einhaltung entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette – von den Landwirtinnen und Landwirten bis zum Groß- und Einzelhandel. Denn das Fairtrade-Siegel steht auch für größtmögliche Transparenz.
Warum zu Fairtrade-Lebensmitteln greifen?

Der Anbau von Kakao ist für mehr als 5,5 Millionen Bäuerinnen und Bauern im globalen Süden die Haupteinnahmequelle und sichert den Lebensunterhalt von insgesamt mehr als 14 Millionen Menschen. Der Weltmarktpreis für Rohkakao gilt allerdings als besonders anfällig für Schwankungen. Vielen Kleinbauernfamilien bleibt deshalb kein existenzsicherndes Einkommen – eines der großen Probleme, für deren Lösung sich Fairtrade starkmacht. Zudem ist vor allem im Hauptanbaugebiet in Westafrika Kinderarbeit noch immer weitverbreitet. Auch dagegen kämpft Fairtrade an.

Kaffee ist einer der wichtigsten Exportrohstoffe weltweit. Viele der Millionen Kleinbauernfamilien, die den Kaffee anbauen, leben von weniger als zwei Dollar pro Tag. Kleine Anbauflächen, niedrige Erträge und der schwankende Weltmarktpreis sind nur drei der Aspekte, die sie oft in der Armutsfalle gefangen halten. Dagegen geht Fairtrade vor: Der Zusammenschluss zu Kooperativen hilft den Menschen etwa, ihre Position zu verbessern. Durch Prämien ermöglichte Investitionen tragen darüber hinaus dazu bei, Produktivität und Qualität zu steigern.

Tee wird meist auf Plantagen angebaut. Schlechte Arbeitsbedingungen und eine Bezahlung unter dem Mindestlohn sind keine Seltenheit. Aber auch die Kleinbauernfamilien, die Tee anpflanzen, brauchen Unterstützung. Denn die Preise für die Blätter sind schwankend und je nach Sorte und Region sehr unterschiedlich. Die Fairtrade-Standards helfen den Bäuerinnen und Bauern, mit dem Preisdruck der Plantagen mithalten zu können. Für deren Pflückerinnen und Pflücker verbessern sie ebenfalls die Bedingungen, etwa durch klar geregelte Arbeitszeiten und vorgeschriebene Schutzkleidung.

Der Anbau von Rosen und anderen Schnittblumen spielt im globalen Süden eine immer größere Rolle. Die Arbeiterinnen und Arbeiter leiden dort häufig unter niedrigen Löhnen und einem Mangel an Arbeitssicherheit – gerade angesichts der zum Teil hochgiftigen Pflanzenschutzmittel. Auf Fairtrade-zertifizierten Farmen sind unter anderem Schutzkleidung und Schulungen zum sicheren Umgang mit Chemikalien vorgeschrieben. Zudem müssen strenge Umwelt- und Wasserschutzkriterien eingehalten werden.
#zukunftleben
In Äthiopien, im Nordosten Afrikas, baut der EDEKA-Partner „Sher“ Rosen nach Fairtrade-Standards an. In unserer Reportage erfährst du, wie du mit deinem Blumen-Kauf die Menschen in dieser Region unterstützen kannst.
