Das Landwirtschaftsprojekt von EDEKA und WWF zum nachhaltigeren konventionellen Zitrusfrüchteanbau ist erfolgreich – so erfolgreich, dass es nun in zwei weiteren spanischen Regionen Wurzeln geschlagen hat: Den 14 Fincas in Andalusien sind fünf weitere in den Regionen Valencia sowie Katalonien gefolgt. Auf jetzt über 1.500 Hektar sparen sie Wasser ein, reduzieren Pestizide und fördern die Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit. Zum aktuellen Start der Zitrusfrüchtesaison sind dank der neuen Fincas außerdem neben Orangen auch schon frühe Clementinen aus dem Projekt in EDEKA-Märkten erhältlich.

„Die Ausweitung auf neue Regionen und Fincas ist Beleg für das erfolgreiche Projektkonzept. Es kommt mit Orangen, Clementinen und Mandarinen aus nachhaltigerem Anbau und bester Qualität auch den Kunden zugute“, so Rolf Lange, Leiter Unternehmenskommunikation der EDEKA-Zentrale. In der vergangenen Saison stammte bereits jede vierte Orange bei EDEKA und auch Netto Marken-Discount aus dem gemeinsamen Projekt mit dem WWF. „Wir freuen uns, das gesammelte Wissen für einen nachhaltigeren, konventionellen Zitrusfrüchte-Anbau in einer neuen Region anzuwenden, um auch dort die biologische Vielfalt auf den Anbauflächen zu stärken“, sagt Patrick Freund, Leiter des Zitrusprojekts beim WWF.

Mehr Vitamin C für alle, die es nachhaltiger mögen. Erfolgreiches Zitrusprojekt von EDEKA und WWF wurde ausgeweitet.

In Andalusien wird Süßwasser auch durch die Erderhitzung spürbar knapper, daher sind die Fincas zum sparsamen Umgang verpflichtet. In der letzten, sehr trockenen Saison haben die Projektfincas dank einer gut gemanagten Wassernutzung eine gute Ernte eingefahren. Sie haben sich damit selbst bei schwankenden Rahmenbedingungen als widerstandsfähig erwiesen.

Durch den Einsatz für mehr Nachhaltigkeit auf dem Feld gewinnen daher alle – Kunden, Landwirte und nicht zuletzt die Umwelt. Insgesamt konnten so im Jahr 2020 über alle Farmen hinweg etwas über 1.800 Millionen Liter Wasser eingespart werden. Damit lag der Wasserverbrauch der Projektfincas im Mittel um mehr als ein Viertel niedriger als die zugeteilten Konzessionen. Dazu nutzen die Fincas beispielsweise Bodensonden und Tröpfchenbewässerung. Hinzu kommt ein übergreifendes Konzept, das die Wassersituation der jeweiligen Region berücksichtigt und zum Ziel hat, sich für eine gerechtere und nachhaltigere Wassernutzung zu engagieren. Auch den Einsatz von Pestiziden haben die Fincas drastisch reduziert: Im Jahr 2020 konnte eine Einsparung von mehr als 7.000 Litern Pflanzenschutzmittel im Vergleich zum jeweiligen Jahr vor Projektstart verzeichnet werden und der Einsatz von Pestiziden im Mittel um knapp 80 Prozent reduziert werden. Die Bauern setzen stattdessen auf Nützlinge, wie zum Beispiel Marienkäfer gegen Blattläuse. Die Artenvielfalt hat sich ebenfalls deutlich erhöht: Mittlerweile gibt es zum Beispiel 25 statt anfangs sieben Arten von Marienkäfern auf den Fincas und eine Reihe von seltenen Tieren, vom Dachs und Fischotter über die Perleidechse bis zum Ziegenmelker.