Blumenwiese anlegen und pflegen

Am 22. März konnten Kundinnen und Kunden sich in teilnehmenden EDEKA-Märkten wieder eine Samentüte sichern und zu Hause eine Blumenwiese anlegen. Wie die Aktion funktioniert und worauf Sie beim Anlegen der Blühfläche achten sollten, lesen Sie hier.

So funktioniert die Samentüten-Aktion

Am 22. März erhielten Kundinnen und Kunden in teilnehmenden EDEKA-Märkten eine Samentüte gratis (ab einem Einkauf im Wert von zehn Euro und solange der Vorrat reichte). Diese kann dann im Garten oder in mehreren Blumenkästen oder -töpfen auf dem Balkon ausgesät werden. So macht sich EDEKA Südwest mit der Samentüten-Aktion, die bereits seit 2014 jährlich stattfindet, für den Schutz von Insekten stark. Seit Beginn der Aktion wurden rund 5,5 Millionen Samentüten verteilt. Insgesamt sind so fast 11,5 Millionen Quadratmeter Blühfläche entstanden, das entspricht einer Fläche von rund 1.600 Fußballfeldern.

Die Samentüten enthalten eine bunte Mischung an Wild- und Kulturpflanzen – perfekt als Nahrungsquelle für kleine Nützlinge. Sechs Pflanzen, die aus den Samen wachsen, stellen wir Ihnen in unserem Beitrag „Hier blüht Ihnen was: mit Samentüten Insekten helfen” näher vor:

Blumenwiese anlegen – wann und wo

Ein guter Zeitraum für die Aussaat ist von Mitte April bis Juni. Die Pflanzen, die aus den Samen wachsen, mögen einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Wenn Sie eine größere Blühfläche anlegen möchten, lassen Sie bei der Aussaat doch ein paar Stellen frei oder stecken Sie Wege ab. Diese freien Stellen nutzen viele Wildbienen gerne, um ihre Nester im Boden anzulegen. Die Mehrheit der Wildbienenarten nistet nämlich unterirdisch.

Blumenwiese anlegen – so geht’s

Grasnarbe entfernen

Damit eine freie, unbepflanzte Bodenfläche entsteht, muss die Grasnarbe zunächst abgeschält und dann entfernt werden. Mit einem scharfen Spaten klappt das am besten.

Boden umgraben

Der freigelegte Boden sollte dann umgegraben und die oberste Erdschicht mit einem Spaten oder einer Grabegabel ordentlich aufgelockert werden.

Steine und Wurzeln entfernen

Ziel ist es, eine feinkrümelige Oberfläche zu erhalten. Größere Steine, Pflanzenwurzeln oder verbliebene Beikräuter sollten deshalb entfernt werden.

Fläche aufrauen

Vor dem Aussäen sollten Sie die Erde mit einer Harke noch mal etwas aufrauen. So können auch kleine Unebenheiten ausgeglichen werden.

Boden verdichten

Gehen Sie danach mit einer Rasenwalze über die Fläche. Alternativ können Sie auch breite Bretter dafür nehmen oder den Boden einige Tage ruhen und sich setzen lassen.

Blühmischung ausstreuen

Mischen Sie das Saatgut mit der fünf- bis zehnfachen Menge Sand, dann lässt es sich besser ausstreuen.

Blühmischung andrücken

Gehen Sie erneut mit der Walze über den Boden. Dadurch werden die Samenkörner von Erde umschlossen und bei der Keimung hängen keine Wurzeln in der Luft, die vertrocknen würden.

Wasser marsch

Zuletzt die Fläche so lange gießen, bis sie gut durchfeuchtet ist. Gerade in der Anfangszeit, bis die Keimlinge tief genug gewurzelt haben, sollte der Boden stets feucht sein.

Blumenwiese mähen – 5 Tipps

  1. Um Bestäubung und Artenreichtum zu fördern, sollte die Wiese erst nach dem Aufblühen gemäht werden. Wenn die Margeritenblüte einsetzt, ist ein guter Zeitpunkt. Auch wenn dabei einige blühende Pflanzen abgemäht werden, 4–5 Wochen später kommt es zu einer zweiten Blüte. Ende August bis Mitte September können Sie dann ein zweites Mal mähen.
  2. Mähen Sie nie alles auf einmal. Lassen Sie einzelne Abschnitte 14 Tage länger stehen, dann finden die Insekten weiterhin Nahrung.
  3. Mit einer Sense lässt sich die blühende Vielfalt am schonendsten kürzen. Es gibt auch Motorsensen oder spezielle Wiesenmäher.
  4. Das Mähgut sollten Sie antrocknen und zwei Tage liegen lassen. So fallen noch Samen aus, die im nächsten Jahr aufgehen.
  5. Länger liegen lassen sollten Sie das Mähgut allerdings nicht. Sonst würde sich zu viel Humus bilden und die Wildblumen brauchen magere Böden, um gut zu gedeihen.

WEITERE BEITRÄGE