Blumenwiese anlegen und pflegen

Am 10. März können Kundinnen und Kunden sich in teilnehmenden EDEKA-Märkten wieder eine Samentüte sichern und zu Hause eine Blumenwiese anlegen. Wie die Aktion funktioniert und worauf du beim Anlegen der Blühfläche achten solltest, liest du hier.

So funktioniert die Samentüten-Aktion

Am 10. März erhalten Kundinnen und Kunden in teilnehmenden EDEKA-Märkten eine Samentüte gratis (ab einem Einkauf im Wert von zehn Euro und solange der Vorrat reicht). Diese kann im Garten oder in mehreren Blumenkästen oder -töpfen auf dem Balkon ausgesät werden. Seit Beginn der Aktion wurden bereits mehr als 7,9 Millionen Samentüten verteilt. Das ergibt eine Blühfläche von insgesamt 15,8 Millionen Quadratmetern, eine Fläche etwa so groß wie 2.200 Fußballfelder.

Die Samentüten enthalten eine bunte Mischung an Wild- und Kulturpflanzen – perfekt als Nahrungsquelle für kleine Nützlinge.

Blumenwiese anlegen – wann und wo

Ein guter Zeitraum für die Aussaat ist von Mitte April bis Juni. Die Pflanzen, die aus den Samen wachsen, mögen einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Wenn du eine größere Blühfläche anlegen möchtest, lass bei der Aussaat doch ein paar Stellen frei oder stecke Wege ab. Diese freien Stellen nutzen viele Wildbienen gerne, um ihre Nester im Boden anzulegen. Die Mehrheit der Wildbienenarten nistet nämlich unterirdisch.

Blumenwiese anlegen – so geht’s

Grasnarbe entfernen

Damit eine freie, unbepflanzte Bodenfläche entsteht, muss die Grasnarbe zunächst abgeschält und dann entfernt werden. Mit einem scharfen Spaten klappt das am besten.

Boden umgraben

Der freigelegte Boden sollte dann umgegraben und die oberste Erdschicht mit einem Spaten oder einer Grabegabel ordentlich aufgelockert werden.

Steine und Wurzeln entfernen

Ziel ist es, eine feinkrümelige Oberfläche zu erhalten. Größere Steine, Pflanzenwurzeln oder verbliebene Beikräuter sollten deshalb entfernt werden.

Fläche aufrauen

Vor dem Aussäen solltest du die Erde mit einer Harke noch mal etwas aufrauen. So können auch kleine Unebenheiten ausgeglichen werden.

Boden verdichten

Gehe danach mit einer Rasenwalze über die Fläche. Alternativ kannst du auch breite Bretter dafür nehmen oder den Boden einige Tage ruhen und sich setzen lassen.

Blühmischung ausstreuen

Mische das Saatgut mit der fünf- bis zehnfachen Menge Sand, dann lässt es sich besser ausstreuen.

Blühmischung andrücken

Gehe erneut mit der Walze über den Boden. Dadurch werden die Samenkörner von Erde umschlossen und bei der Keimung hängen keine Wurzeln in der Luft, die vertrocknen würden.

Wasser marsch

Zuletzt die Fläche so lange gießen, bis sie gut durchfeuchtet ist. Gerade in der Anfangszeit, bis die Keimlinge tief genug gewurzelt haben, sollte der Boden stets feucht sein.

Blumenwiese mähen – 5 Tipps

  1. Um Bestäubung und Artenreichtum zu fördern, sollte die Wiese erst nach dem Aufblühen gemäht werden. Wenn die Margeritenblüte einsetzt, ist ein guter Zeitpunkt. Auch wenn dabei einige blühende Pflanzen abgemäht werden, 4–5 Wochen später kommt es zu einer zweiten Blüte. Ende August bis Mitte September kannst du dann ein zweites Mal mähen.
  2. Mähe nie alles auf einmal. Lass einzelne Abschnitte 14 Tage länger stehen, dann finden die Insekten weiterhin Nahrung.
  3. Mit einer Sense lässt sich die blühende Vielfalt am schonendsten kürzen. Es gibt auch Motorsensen oder spezielle Wiesenmäher.
  4. Das Mähgut solltest du antrocknen und zwei Tage liegen lassen. So fallen noch Samen aus, die im nächsten Jahr aufgehen.
  5. Länger liegen lassen solltest du das Mähgut allerdings nicht. Sonst würde sich zu viel Humus bilden und die Wildblumen brauchen magere Böden, um gut zu gedeihen.

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