Magische Unterwelt: die Falkensteiner Höhle

Abtauchen in eine andere Welt – das verspricht die Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb. Wer den Schritt in die Dunkelheit wagt, entdeckt beeindruckende Tropfsteinformationen und mit etwas Glück Tiere, die in der Naturhöhle perfekte Lebensbedingungen vorfinden. Unsere Redakteurin Meike Maurer hat sich für Sie auf Höhlentour begeben.

„Das Innere der Höhle strahlt eine faszinierende Ruhe aus. Jedes Geräusch hallt auf diese sanfte Art und Weise nach.

Meike Maurer, Outdoor-Begeisterte

Ich schäle mich in meinen Neoprenanzug, ziehe die Neoprensocken an und fixiere den Helm mit Stirnlampe fest auf meinem Kopf. Die Entdeckungstour in eine andere Welt kann beginnen. Es ist beeindruckend, wie die Natur hier Architektin gespielt hat: Entstanden ist die Falkensteiner Höhle, eine sogenannte Karsthöhle, binnen Jahrtausenden durch die Auflösung von Gestein durch eindringendes Sickerwasser. Die Lufttemperatur beträgt hier ganzjährig maximal zehn Grad. Die Wassertemperatur liegt bei rund sieben Grad. Wärmende Kleidung ist daher wichtig. Die Falkensteiner Höhle ist keine Schauhöhle und unbeleuchtet. Sie sollte in jedem Fall mit erfahrenen Guides wie Constanze und Jochen von Cojote Outdoor Events erkundet werden.

Wir waten los. Schon nach wenigen Metern wird die Höhle so niedrig, dass aufrechtes Gehen nicht mehr möglich ist. Diese Stelle wird „Demutsschluf“ genannt. Sehr passend, denke ich mir, da man sich demütig vor der Höhle verneigen muss und nur noch gebückt beziehungsweise halb kriechend vorwärtskommt. Ruck, zuck wird das eben noch wadenhohe Wasser tiefer, sodass man sich wahlweise auch direkt bäuchlings in die Fluten werfen und sich paddelnd vorwärts bewegen kann.

Nach kurzer Zeit gewöhne ich mich an die Kälte und kann wieder ruhig Luft holen. Wenige Meter später geht es um die erste Kurve, das Tageslicht erlischt, es ist stockdunkel. Doch unsere Stirnlampen spenden ausreichend Licht, um in die mystische Höhlenwelt abzutauchen. Die Luft ist feucht, das Wasser gluckert, ansonsten herrscht Stille, beeindruckende Fels- und Tropfsteinformationen tun sich auf. Ohne Tageslicht wachsen hier nur Mikroorganismen, wie etwa der Höhlenflohkrebs. Diese beeindruckende Welt unter Tage ist so anders, dass die Atmosphäre auch auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hat. Eigentlich verwunderlich, da wir uns durch teils enge Kanäle schlängeln.

„Das Innere der Höhle strahlt eine faszinierende Ruhe aus. Jedes Geräusch hallt auf diese sanfte Art und Weise nach.

Meike Maurer, Outdoor-Begeisterte

Ich schäle mich in meinen Neoprenanzug, ziehe die Neoprensocken an und fixiere den Helm mit Stirnlampe fest auf meinem Kopf. Die Entdeckungstour in eine andere Welt kann beginnen. Es ist beeindruckend, wie die Natur hier Architektin gespielt hat: Entstanden ist die Falkensteiner Höhle, eine sogenannte Karsthöhle, binnen Jahrtausenden durch die Auflösung von Gestein durch eindringendes Sickerwasser. Die Lufttemperatur beträgt hier ganzjährig maximal zehn Grad. Die Wassertemperatur liegt bei rund sieben Grad. Wärmende Kleidung ist daher wichtig. Die Falkensteiner Höhle ist keine Schauhöhle und unbeleuchtet. Sie sollte in jedem Fall mit erfahrenen Guides wie Constanze und Jochen von Cojote Outdoor Events erkundet werden.

Wir waten los. Schon nach wenigen Metern wird die Höhle so niedrig, dass aufrechtes Gehen nicht mehr möglich ist. Diese Stelle wird „Demutsschluf“ genannt. Sehr passend, denke ich mir, da man sich demütig vor der Höhle verneigen muss und nur noch gebückt beziehungsweise halb kriechend vorwärtskommt. Ruck, zuck wird das eben noch wadenhohe Wasser tiefer, sodass man sich wahlweise auch direkt bäuchlings in die Fluten werfen und sich paddelnd vorwärts bewegen kann.

Nach kurzer Zeit gewöhne ich mich an die Kälte und kann wieder ruhig Luft holen. Wenige Meter später geht es um die erste Kurve, das Tageslicht erlischt, es ist stockdunkel. Doch unsere Stirnlampen spenden ausreichend Licht, um in die mystische Höhlenwelt abzutauchen. Die Luft ist feucht, das Wasser gluckert, ansonsten herrscht Stille, beeindruckende Fels- und Tropfsteinformationen tun sich auf. Ohne Tageslicht wachsen hier nur Mikroorganismen, wie etwa der Höhlenflohkrebs. Diese beeindruckende Welt unter Tage ist so anders, dass die Atmosphäre auch auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hat. Eigentlich verwunderlich, da wir uns durch teils enge Kanäle schlängeln.

Wer genau hinsieht, findet im Gestein kleine Fossilien wie Muscheln und Würmer. Die Felstürme sind wunderbar glatt, ohne rutschig zu sein. Je nachdem wie das Licht auf die Steinformationen fällt, glitzern sie golden. Dieser Glanz trügt jedoch, es sind nur Schwefel-Chlorid-Verbindungen, die schimmern und Goldgräber um 1760 vergeblich in die Höhle lockten. Meine erste Höhlentour endet kurz hinter dem ersten Siphon in der „Reutlinger Halle“ – einer der größten und höchstgelegenen Räume der Höhle. Wer diese Stelle erreichen möchte, muss durch den ersten Siphon tauchen, was ein bisschen Mut erfordert, jedoch für die meisten Menschen auch ohne Taucherfahrung machbar ist. Auf dem Rückweg machen wir kurz vor dem Höhlenausgang unsere Stirnlampen aus und tasten uns im Dunkeln Richtung Tageslicht.

„Es ist ein überwältigender Moment, nach erfolgreicher Begehung wieder Tageslicht am Ausgang der Höhle zu sehen!“

Meike Maurer, Outdoor-Begeisterte

Als die ersten Sonnenstrahlen in das Höhleninnere blitzen, ist das ein unfassbar magischer Moment für alle Sinne. Die bewältigten 500 Meter unter Tage fühlen sich wie fünf Kilometer an. Bei den Touren durch die Höhle steht nicht der Adrenalin-Kick im Vordergrund, sondern vielmehr, die Natur neu zu entdecken und achtsam mit ihr umzugehen. Dazu gehören auch die wichtigsten Höhlenregeln: nichts mitnehmen, nichts dalassen, nichts zerstören, niemals alleine gehen und immer mehrere Lichtquellen mitnehmen.

Die Natur im Blick
Die Falkensteiner Höhle bietet zum Beispiel Unterschlupf für Fledermäuse. Deswegen bleibt die Höhle zwischen Anfang Oktober und Ende März geschlossen, damit sie ungestört ihren Winterschlaf halten können. Feuersalamander lieben das feuchte Klima vor der Höhle. Im Sommer sind die schwarz-gelben Tiere oft am Höhleneingang zu bewundern.

Als die ersten Sonnenstrahlen in das Höhleninnere blitzen, ist das ein unfassbar magischer Moment für alle Sinne. Die bewältigten 500 Meter unter Tage fühlen sich wie fünf Kilometer an. Bei den Touren durch die Höhle steht nicht der Adrenalin-Kick im Vordergrund, sondern vielmehr, die Natur neu zu entdecken und achtsam mit ihr umzugehen. Dazu gehören auch die wichtigsten Höhlenregeln: nichts mitnehmen, nichts dalassen, nichts zerstören, niemals alleine gehen und immer mehrere Lichtquellen mitnehmen.

Die Natur im Blick
Die Falkensteiner Höhle bietet zum Beispiel Unterschlupf für Fledermäuse. Feuersalamander lieben das feuchte Klima vor der Höhle. Im Sommer sind die schwarz-gelben Tiere oft am Höhleneingang zu bewundern.

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