Neues Projekt für mehr Tierschutz

Landwirt Thomas Hafner zieht für das Projekt „2 in 1 Huhn“ von EDEKA Südwest eine ganz besondere Geflügelrasse auf. Wir waren zu Besuch auf dem Hof der Familie und zeigen, was es damit auf sich hat.

Mitten in Westernbach, einem Ortsteil der Gemeinde Zweiflingen im Hohenlohekreis, gackert es ganz gewaltig. Hier versorgt Familie Hafner knapp 6.000 Hähne. Der Stall liegt nur wenige Schritte vom Wohnhaus der Familie entfernt. Auch Thomas Hafners Mutter lebt direkt nebenan und unterstützt ihren Sohn, indem sie täglich nach dem Rechten schaut – immerhin gehört Landwirtschaft schon lange zur Familie. Auf insgesamt 75 Hektar Fläche versorgen sie neben Geflügel auch Kühe.

Bereits seit 2017 arbeitet der Familienbetrieb mit EDEKA Südwest zusammen. Seit 2022 realisiert EDEKA Südwest gemeinsam mit den beiden Landwirten Thomas Hafner und Christoph Hönig für ein neues Projekt der Eigenmarke Hofglück etwas Besonderes: In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund setzen sie sich für einen nachhaltigeren Umgang mit Hähnen ein. Wie genau? Mit dem Projekt „2 in 1 Huhn“!

Sohn Karl, Maria und Thomas Hafner sowie deren Tochter Meike (v. l.)

Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass eine ganz besondere Geflügelrasse eingesetzt wird. Bei dieser Rasse liefern die weiblichen Hühner die Eier und ihre männlichen „Bruderhähne“ das Fleisch – so wie einst in der traditionellen Geflügelhaltung. Heute werden jedoch vermehrt gezielt spezialisierte Hühnerrassen aufgezogen. So gibt es Hühnerrassen, die sich nur für die Fleischproduktion eignen, weil sie schnell wachsen. Und es gibt Hühnerrassen, bei denen die Hennen besonders viele Eier legen. Diese Trennung hat bei der Legelinie zur Folge, dass den männlichen Küken hinsichtlich der Aufzucht kaum Beachtung geschenkt wird, da sie nicht besonders viel Fleisch ansetzen.

Im Vergleich: Hahn und Huhn beim Projekt „2 in 1 Huhn“

„Bruderhahn“

Die männlichen Tiere kommen als Küken auf Höfe, die auf die Aufzucht von Hähnen spezialisiert sind – wie der Hof von Thomas Hafner. Hier werden sie zuerst in einem separaten Kükenstall aufgezogen. Mit rund 20 Tagen werden sie schließlich in den großen Stall umgesiedelt, in dem sie in Freilandhaltung gehalten werden. Wie das genau aussieht, zeigt der Hof der Familie Hafner. Die Hähne haben hier doppelt so viel Zeit, Fleisch anzusetzen, als Masthähne in der konventionellen Aufzucht.

Legehenne

Die weiblichen Tiere, die Legehennen, wachsen in einem Aufzuchtbetrieb heran, bevor sie mit etwa 18 Wochen in den Legehennenstall von Christoph Hönig in Mühlingen im Landkreis Konstanz umziehen. Rund drei Wochen später legen die Hennen erstmals Eier. Jährlich legen sie rund 250 davon. Im Vergleich dazu legen Hennen, die auf Legeleistung gezüchtet wurden, an die 50 Eier mehr pro Jahr. Genauso wie ihre „Bruderhähne“ wachsen die Hennen in Mühlingen in Freilandhaltung auf.

Hahnhaltung bei Familie Hafner

Das Projekt „2 in 1 Huhn“: den Tierschutz im Blick

Die Eigenmarke Hofglück von EDEKA Südwest steht für eine artgerechtere Tierhaltung. Die Tiere – Schweine und Geflügel – haben unter anderem mehr Platz, erhalten Beschäftigungsmaterial und nur gentechnikfreies Futter. Hofglück-Landwirtinnen und -Landwirte arbeiten nach den strengen Haltungskriterien des Deutschen Tierschutzbundes in der Premium-Stufe, die weit über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen.

Hofglück ist daher mit zwei möglichen Sternen des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet. Zudem trägt die Marke die höchste Stufe 4 der Kennzeichnung „Haltungsform“. Mit dem Projekt „2 in 1 Huhn“ möchte EDEKA Südwest gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund neue Wege in der Geflügelhaltung gehen und sich für mehr Tierschutz einsetzen. Ab Frühjahr 2023 soll es sowohl die Eier als auch das ganze Hähnchen aus dem Projekt in den Märkten von EDEKA Südwest zu kaufen geben.

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