Hier steckt mehr Tierwohl drin

EDEKA Südwest macht sich mit der Eigenmarke Hofglück für mehr Tierwohl stark. Gleiches gilt für Produkte von Kikok und Lebensmittel, die mit den Siegeln Label Rouge oder Bioland ausgezeichnet sind. Wir verraten, was genau dahintersteckt.

Kein gentechnisch verändertes Futtermittel, mehr Platz im Stall und eine nachvollziehbare Herkunft: Wenn Sie in Ihrem EDEKA-Markt unterwegs sind, stoßen Sie auf das eigene Markenprogramm Hofglück, die Marke Kikok oder die Siegel Bioland und Label Rouge. Hier setzt man sich für mehr Tierwohl ein. In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wofür die Marken und Siegel genau stehen.

Hofglück-Geflügel: Auf die Haltung kommt es an

Seit Ende Juni bietet EDEKA Südwest nun auch Hähnchenfleisch aus regionaler Erzeugung und tiergerechterer Haltung unter der Marke Hofglück an. Es werden nur langsam wachsende Rassen eingesetzt, die nur gentechnisch unverändertes Futter bekommen und deutlich mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben haben. Dazu kommen Sitzstangen, Beschäftigungsmaterial wie Pickblöcke, Stroh oder Heuballen sowie eine Art Wintergarten und großer Grünauslauf.

Die Marke ist mit zwei von zwei möglichen Sternen des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet und hat zudem die höchste Stufe 4 der Kennzeichnung „Haltungsform“. Bereits seit 2015 gibt es im Markenprogramm Hofglück regionales Schweinefleisch aus artgerechterer Haltung.

Wir haben uns bewusst für eine andere Art der Haltung und mehr Tierwohl entschieden.
Andreas Wucher
Hofglück-Landwirt

Label Rouge, Kikok, Bioland – ihre Grundsätze

Label Rouge ist ein amtliches französisches Gütesiegel für hochwertige Lebensmittel aus tiergerechterer Haltung.

  • Ländliche Herkunft: Traditionelle Geflügelrassen werden doppelt so lange wie üblich – also mindestens 81 Tage – und in bäuerlicher Auslaufhaltung in einem eingezäunten Außengelände (zwei Quadratmeter pro Tier) oder in Freilandhaltung (ohne Einzäunung) aufgezogen.
  • Natürliche Fütterung: Die Tiere bekommen 100 Prozent pflanzliches Futter, wovon mindestens 75 Prozent Getreide sein muss.
  • Rückverfolgbarkeit: Jedes Tier ist mit einem Etikett gekennzeichnet. Dadurch können sich Kunden umfassend über Art der Aufzucht, Fütterung und das Schlachtalter informieren.

Die Idee, eine Alternative zum immer schneller wachsenden Hähnchen zu schaffen, hatten die Brüder Heiner und Werner Borgmeier bereits 1994. In Zusammenarbeit mit einer Brüterei, verschiedenen Aufzuchtbetrieben, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Landwirtschaftskammer entstand schließlich die Marke Kikok.

  • Fütterung mit 50 Prozent Maisanteil: Die Tiere bekommen Getreide und Mais gefüttert, was ihnen zusammen mit natürlichem Karotin eine charakteristische gelbe Farbe verleiht. Das Sojaschrot und der Mais stammen aus gentechnisch unverändertem Anbau.
  • Mehr Platz: Es werden weniger Tiere je Quadratmeter Stallfläche als gesetzlich vorgeschrieben gehalten.
  • Kurze Transportwege: Die gezielte Auswahl der regionalen Kikok-Aufzüchter gewährleistet die verlässliche Herkunft und kurze Transportwege.

Der Bio-Verband Bioland macht sich schon seit über 50 Jahren für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft stark. Die Richtlinien gehen über die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung hinaus.

  • Mehr Platz und mehr Zeit: Grünauslauf ist für Geflügel vorgeschrieben. Im Stall sind alle Bereiche mit Strukturen wie Sitzstangen ausgestattet. Ein Bioland-Geflügel hat zudem länger Zeit (über 70 Tage) zum Wachsen als Tiere aus konventioneller Aufzucht.
  • Futter: Die Tiere erhalten natürliches Bio-Futter, bestehend aus Getreide, Presskuchen und Eiweißpflanzen wie Erbsen und Ackerbohnen.
  • Kurze Transportwege: Die Fahrt zwischen landwirtschaftlichem Betrieb und Schlachtstätte darf max. vier Stunden dauern oder eine Entfernung von max. 200 Kilometern haben.

#zukunftleben:

Landwirt Tobias Hepfer muss sich als Mitglied des Bio-Erzeuger-Verbandes Bioland an strenge Richtlinien halten. Er erzählt, was alles zur Hühnerhaltung nach Bioland-Richtlinien dazugehört und wieso konventionelle Hühnerhaltung für ihn nie eine Option war.

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