Kakaoanbau nach Fairtrade-Standards

Warum Sie mit dem Kauf von Schokolade mit dem Fairtrade-Siegel einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern in Entwicklungsländern leisten, lesen Sie hier.

Fairer Handel von Kakao

Eins ist klar, ohne Kakao könnten wir keine Schokolade genießen. Und die gehört hierzulande zu den beliebtesten Süßigkeiten. Kakaobäume brauchen tropische Bedingungen und gedeihen nur gut in der Nähe des Äquators. Rund 70 Prozent der weltweiten Kakaoernte stammt heutzutage aus Westafrika. Auch in der ursprünglichen Heimat des Kakaos in Süd- und Mittelamerika sowie in Südostasien gibt es Anbaugebiete. Der Anbau von Kakao ist sehr arbeitsintensiv, da die meisten Schritte in Handarbeit erfolgen. Schätzungsweise rund 90 Prozent der weltweiten Ernte stammen deshalb auch von Kleinbauern, die meist nur Felder von weniger als fünf Hektar bewirtschaften. Viele dieser Kleinbauernfamilien leben jedoch in Armut, weil der Weltmarktpreis für Rohkakao als anfällig für Schwankungen gilt.

Abhilfe schaffen kann ein gerechterer Handel, von dem auch die Kleinbauern profitieren. Dafür macht sich die Nichtregierungsorganisation Fairtrade stark und arbeitet bei Kakao ausschließlich mit Kleinbauern zusammen, die sich in demokratisch strukturierten Kooperativen zusammengeschlossen haben. Diese bekommen einen Mindestpreis von 2.400 US-Dollar pro Tonne Fairtrade-Kakaobohnen. Für biologisch angebaute Kakaobohnen gibt es zusätzlich 300 US-Dollar pro Tonne. Liegt der Weltmarktpreis über dem Fairtrade-Mindestpreis, wird der höhere Preis ausgezahlt. Fairtrade unterstützt die Produzenten zudem vor Ort und bietet zum Beispiel Schulungen zu Anbaumethoden an.

Fairtrade Siegel

Das Fairtrade-Siegel

Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen. Von den Kleinbauern bis zu den Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette müssen sich deshalb alle an soziale, ökologische und ökonomische Standards halten. Dazu zählen unter anderem das Verbot von Kinderarbeit und Diskriminierung sowie der Schutz der natürlichen Ressourcen und ein umweltschonenderer Anbau oder gerechte Löhne für die Kleinbauern. Mehr erfahren Sie auch in unserem Beitrag „Einfach erklärt: Hierfür steht das Fairtrade-Siegel“.

So funktioniert die Kakaoernte

Kakaofrüchte vom Baum schneiden

Gelb, rötlich oder braun – die Farbe der reifen Kakaofrüchte unterscheidet sich je nach Sorte. Sie wachsen sowohl am Stamm als auch an den Ästen und müssen einzeln von Hand geerntet werden. Früchte, die weit oben hängen, werden mithilfe von langen Stangen, an denen ein Messer befestigt ist, abgeschnitten.

Entnahme der Kakaobohnen

Nach der Ernte werden die Früchte mit Messern oder Ästen geöffnet und die Samen, also die Kakaobohnen, samt Fruchtfleisch entnommen. Zur Fermentation füllen die Bauern die Kakaobohnen dann in Holzkisten. Bei diesem Gärungsprozess wird das Fruchtfleisch abgebaut und es entstehen die ersten Aromastoffe.

Trocknung der Kakaobohnen

Da die Kakaobohnen noch immer sehr feucht sind, werden sie nach der Fermentation für bis zu zwei Wochen in der Sonne, manchmal auch in speziellen Hallen, getrocknet. Erst wenn der Feuchtigkeitsgehalt nur noch sechs bis maximal sieben Prozent beträgt, können sie in Säcke verpackt werden und sind bereit für die Verschiffung.

So profitieren Kakaobauern von der Fairtrade-Prämie

Die Kleinbauern-Organisationen erhalten für ihren Kakao zusätzlich zum Fairtrade-Mindestpreis auch eine Fairtrade-Prämie. Was sie mit dem Geld machen, können sie selbst entscheiden. Aber die Investitionen sollen der Gemeinschaft zugutekommen. So können mit der Fairtrade-Prämie zum Beispiel der Bau von Schulen, Krankenstationen und Straßen oder die Anschaffung landwirtschaftlicher Geräte für den Kakaoanbau finanziert werden.

Fairtrade-Schokolade: Genuss mit gutem Gewissen

Es gibt gleich drei gute Gründe, warum Sie die EDEKA Bio Schweizer Vollmilchschokolade oder EDEKA Bio Schweizer Zartbitterschokolade probieren sollten. Beide Sorten sind Fairtrade-zertifiziert und die Zutaten stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Darüber hinaus werden sie in der Schweiz hergestellt, dem Land, das für seine Tradition und hohe Qualität bei der Herstellung von Schokolade bekannt ist.

#zukunftleben: Fairtrade-Rosen

In Äthiopien baut der EDEKA-Partner „Sher“ Rosen nach Fairtrade-Standards an. Wie die Menschen dort auf den Rosen-Farmen arbeiten und welche strengen Umweltschutzkriterien gelten, erfahren Sie hier:

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