Erdbeeren und Spargel können auch Bio

Die schönsten Vorboten des Sommers sind die, die man schmecken kann. Ganz vorne mit dabei: Spargel und Erdbeeren – insbesondere in Bio-Qualität. Warum? Das haben wir uns auf dem Bio-Hof Steinle von Philipp Lang zeigen lassen.

Der Duft, der einem entgegenströmt, wenn Philipp Lang das Kühlhaus mit seinen frisch geernteten Erdbeeren öffnet, ist unbeschreiblich. Als säße man auf einer Wolke im Erdbeerhimmel. So viel Aroma, die feine Süße – und das alles aus der reinen Kraft der Natur. Denn auf dem Steinle-Hof bei Freiburg baut Philipp Lang seine Erzeugnisse ausschließlich in Bio-Qualität nach Naturland-Richtlinien an. Für die Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut Bio“ von EDEKA Südwest produziert er neben Erdbeeren und Spargel auch Himbeeren.

Das Gute daran: Früchte und Gemüse gedeihen ohne jeglichen Zusatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln und Nützlinge wie Schwebfliegen und deren Larven schützen die Pflanzen auf natürliche Weise. Das schont nicht nur die Natur, sondern sorgt gleichzeitig für eine hervorragende Qualität der Früchte.

„Die Bio-Düngung ist moderater als beim konventionellen Anbau. Das bedeutet, die Pflanzen erhalten weniger Nährstoffe aus dem Boden und sie wachsen langsamer. Durch die geringere Stickstoffzufuhr saugt die Frucht außerdem weniger Wasser auf. Das macht sie letztendlich stabiler, länger haltbar und sie schimmelt nicht so schnell“, erklärt der Landwirt. Dass die Ernte damit gleichzeitig auch etwas geringer ausfällt als im konventionellen Betrieb, ist ihm die Sache aber wert.

 

Mit Methoden und Mitteln zu arbeiten, die uns von der Natur gegeben sind, bringt mir Freude und verleiht unseren Produkten eine ganz besondere Qualität.
Philipp Lang
Landwirt und Inhaber des Bio-Hofs Steinle
Gegen Ende April ist die Blütezeit der Erdbeeren vorbei. „Dann wird die nächsten vier Wochen geerntet“, sagt Philipp Lang. Unterstützung bekommt er dabei von seinen rund 40 Saisonarbeitskräften. „Sie verbringen insgesamt circa drei Monate hier und leben in der Zeit bei uns mit auf dem Hof. Die meisten von ihnen kommen jedes Jahr.“
Fleißige Helfer: In beziehungsweise neben den Erdbeer-Tunneln hat Philipp Lang eigene Bienen und Hummeln stehen. „Ein Team, das sich perfekt ergänzt. Die Hummeln werden ein paar Wochen früher als die Bienen aktiv und finden sich gut im Tunnel zurecht. Den Bienen hingegen fällt die Orientierung unter dem Dach etwas schwerer. Dafür sind sie aber beim Bestäuben gründlicher“, erklärt der Landwirt.
Beim Pflücken kommt es auf die richtige Methode an. „Wichtig bei Erdbeeren ist, sie nicht einfach mit Kraft abzureißen, sonst bekommen sie sofort Druckstellen. Stattdessen sollte die Frucht vom Stängel abgeknickt werden“, erklärt Philipp Lang.
Nach der Ernte kommen die Früchte direkt auf den Hof und werden dort für den Verkauf verpackt. Dabei werden gleichzeitig schlechte Exemplare aussortiert und die Menge genau auf die gewünschte Verpackungsgröße abgewogen. Die Plastikschalen werden dabei nur fürs Ernten und Abwiegen genutzt – dienen also nicht als Verpackung – und werden so lange wie möglich im Kreislauf wiederverwendet.
Wenn der Spargel langsam seine Köpfchen aus der Erde streckt, ist es Zeit für die Ernte. Dazu muss erst einmal die Folie von den Dämmen gezogen werden. Sie dient zum einen der Verfrühung, damit der Spargel früher erntereif ist. Zum anderen hält sie das direkte Sonnenlicht ab, damit die Spargelspitzen schön weiß bleiben.
Beim Spargelstechen kommt es vor allem auf die richtige Haltung und Technik an. Mit einem speziellen Spargelmesser wird jede Stange einzeln aus der Erde geholt und im Korb gesammelt. Dafür müssen sie in der richtigen Länge unter der Erde abgeschnitten werden – sozusagen blind.
Bei der Weiterverarbeitung auf dem Hof wird der Spargel zunächst gereinigt. Danach werden die Enden maschinell auf die richtige Länge abgeschnitten und die passende Anzahl an Stangen für die vorgesehene Packungsmenge abgewogen. Fertig portioniert gelangen sie anschließend auf diesen runden Tisch, der sich fortwährend dreht. Von dort nehmen die Mitarbeiter die Bündel herunter, um sie abschließend mit einer Banderole zu versehen.
Mit der Banderole versehen ist der Spargel fertig zur Auslieferung und für den Verkauf. Daran erkennt der Kunde im Markt, wo der Spargel genau herkommt und nach welchen Richtlinien er angebaut wurde. Dabei gibt auch die sogenannte LOT-Nummer, die auf dem Etikett aufgedruckt ist, einen wichtigen Hinweis. Die Zahl gibt die Kalenderwoche und den dazugehörigen Tag an, an dem der Spargel geerntet wurde.

Strahlend rot, herrlich duftend und voll aromatisch – so kommen die Bio-Erdbeeren vom Steinle-Hof in die Märkte von EDEKA Südwest. Entweder zum Gleich-Vernaschen oder für eine leckere Erdbeerspeise. Passende Rezeptideen finden Sie auf www.edeka.de/rezepte.

Bei den meisten Spargel-Liebhabern wird das königliche Gemüse wahrscheinlich ganz klassisch zubereitet und mit Sauce hollandaise serviert. Philipp Langs Tipp dazu: „Die Stangen lieber nur im Dampf garen, statt im Wasser schwimmend. So bekommt man ein noch intensiveres Aroma.“

#zukunftleben: Bio-Qualität aus unserer Heimat

In das Bio-Sortiment der Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ werden nur Betriebe aufgenommen, die ein Bio-Siegel tragen. Betriebe, die sich Anbauverbänden wie Bioland, Demeter oder Naturland anschließen, müssen strenge Kriterien erfüllen, die über die Vorgaben der EG-Öko-Verordnung hinausgehen. So stehen Produkte von „Unsere Heimat – echt & gut BIO“ für unverfälschten Genuss aus kontrolliertem, ökologischem Anbau.

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