Winter bei unseren Landwirten

Die Feldfrüchte sind geerntet, die Maschinen verstaut und die Tiere größtenteils im Stall: Der Winter ist auch bei den Landwirten angekommen, doch das bedeutet nicht weniger Arbeit als im Sommer. Fünf von ihnen erzählen aus ihrem Arbeitsalltag.

Während im Sommer die Landwirte auf den Feldern zu sehen sind, wird es im Winter still um sie. Keine Ernte, keine Arbeit – falsch gedacht. Denn auch während der kalten Jahreszeit haben die Erzeuger von EDEKA Südwest allerhand zu tun. Und sie sind sich einig: Die Arbeit im Winter ist mindestens genauso wichtig und anspruchsvoll wie die im Sommer. Was genau sie damit meinen, erklären Benjamin Gosewinkel, Markus Kaiser, Markus Rehm, Christian Erb und Johannes Baur.
Wir planen bereits für das Jahr 2023, damit wir die Fruchtfolge einhalten und den Boden bestmöglich und ökologisch nutzen können.
Benjamin Gosewinkel,
Demeter-Landwirt

Benjamin Gosewinkel und Till Bossert bauen für EDEKA Südwest Bundmöhren und Sellerie nach Bio-Richtlinien des Demeter-Verbands an. Obwohl die Ernte abgeschlossen ist, haben die Landwirte keine Langeweile. „Wir verpacken weiterhin das Gemüse. Gleichzeitig warten wir die Maschinen und sind vor allem mit der Planung beschäftigt“, erklärt Benjamin Gosewinkel. Die Erzeuger entscheiden bereits jetzt, welche Gemüseart 2023 auf den Feldern gedeihen soll.

Im Winter bauen wir unsere Weidezäune ab, damit Wintersportler und Wanderer Platz haben.
Markus Kaiser,
1. Vorstand der Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind

Die Rinder vom Goldbachhof in Bernau verbringen den Winter nicht auf der Weide, sondern im Stall. Für Landwirt Markus Kaiser bedeutet das zu Beginn der kalten Jahreszeit, den Weidezaun ab- und im Frühjahr wieder aufzubauen. „Denn bei uns in der Region sind viele Skiläufer, Wanderer und Naturliebhaber unterwegs“, erklärt er. Die Verpflegung der Tiere sowie die Wartung der Maschinen gehören ebenfalls zur täglichen Arbeit.

Genauso wie im Sommer müssen wir auch im Winter unsere Schafe auf der Weide hüten.
Markus Rehm,
Schäfer des Markenprogramms Württemberger Lamm

Trotz Kälte und Nässe überwintern die Schafe von Markus Rehm aus der Nähe von Reutlingen draußen. „Wir bringen unsere Tiere dafür auf andere Weiden in 80 bis 100 Kilometer Entfernung. Normalerweise sind wir in Naturschutzgebieten wie den Wacholderheiden unterwegs. Im Winter leben die Tiere in milderen Gefilden wie den Restfutterflächen von anderen Landwirten“, erzählt Markus Rehm. Der Schäfer hütet täglich seine Tiere und prüft, ob die Tiere genug zum Fressen haben. Einige seiner Schafe sind im Winter zudem trächtig, was noch mehr Aufmerksamkeit erfordert.

Im Winter schneiden wir die Reben so zurück, dass über den Sommer kräftige Triebe wachsen können.
Christian Erb,
Winzer des Ortenauer Weinkellers

Nach der zeitintensiven Weinlese gibt es für Winzer Christian Erb weiterhin viel Arbeit in den Reben. „Wir brauchen nahezu den ganzen Winter, um die Reben zurückzuschneiden“, berichtet er. Das heißt, dass die Mitarbeiter festlegen, welche Triebe für den Sommer erhalten bleiben und welche nicht. „Es gibt bestimmte Kriterien, nach denen wir das entscheiden.“ Neben der Arbeit in den Reben stehen zudem Büroarbeit und die Planung für das folgende Jahr an.

Im Winter ist endlich Zeit für all das, was im Sommer liegen bleibt.
Johannes Baur,
Hofglück-Landwirt

Den Schweinen von Johannes Baur ist es egal, ob es Winter oder Sommer ist. „Sie wollen jeden Tag ihr Futter und frisches Heu. Allein für diese Arbeit fallen mindestens zwei Stunden an“, sagt Johannes Baur. Auch die Biogasanlage erfordert im Sommer wie im Winter ein wachendes Auge. Johannes Baur ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und ebenfalls Landwirt geworden. Die Arbeit auf seinem Hof am Rande der Schwäbischen Alb hört nie auf. „Wir haben alte Gebäude, da gibt es immer etwas zu reparieren und zu erneuern.“

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