Gewinner beim Wettbewerb UNSERE HEIMAT
320 Naturschutzprojekte, über 791.000 Euro Fördergeld: Mit dem Wettbewerb UNSERE HEIMAT fördert EDEKA Südwest seit 2014 Naturschutzprojekte und Initiativen. Wir stellen ein Gewinnerprojekt vor: Wie wird aus einer Fichtenplantage ein Walnusshain?
Als er ein angrenzendes Grundstück erwarb, sah er sich mit dem kranken Baumbestand der Fichtenplantage konfrontiert. Es reifte die Idee, auf der Fläche einen Walnusshain anzulegen, bei dem sich verschiedene Stockwerke – Bäume, Sträucher und Bodendecker – gegenseitig schützen und ergänzen. Seine Vision ist ein lebendiger Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tiere, wo es summt und brummt und später vielleicht sogar Rebhühner ausgewildert werden können. Umso mehr freut er sich über das Fördergeld in Höhe von 5.000 Euro, das er durch den Wettbewerb UNSERE HEIMAT erhält. Er verwendet es vor allem für den Kauf junger Bäume. Walnussbäume haben in Süddeutschland eine lange Tradition, die Römer brachten sie einst über die Alpen. Sie haben tiefe Wurzeln und kommen mit sommerlicher Wärme deutlich besser zurecht als Fichten – und in 15 bis 18 Jahren will Martin Götz die ersten Walnüsse ernten.

„Artenreiche Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen – und Lebensmittel bei uns in der Region erzeugen. Dafür setze ich mich ein.“
Martin Götz, Initiator des Gewinnerprojektes „Neubepflanzung eines Walnusshains“

Geschwächter Fichtenbestand
Direkt neben dem Streuobstpark hat Martin Götz ein großes Grundstück gekauft, auf dem sich auf 7.000 Quadratmetern eine Fichtenplantage befindet. Hitze und Trockenheit setzen der Monokultur zu. Die geschwächten Bäume sind leichte Beute für Borkenkäfer, die sich unter die Rinde bohren und die Bäume zum Absterben bringen.

David Walker mit seinem Rückepferd
Martin Götz hat lange gesucht, bis er jemanden gefunden hat, der Schadholz noch mit einem sogenannten Rückepferd abtransportieren kann, statt mit großen Forstmaschinen. David Walker ist erfahrener Pferdehalter und Fachmann für traditionelle Forstwirtschaft im benachbarten Sulzbach-Laufen.

Abtransport der Baumstämme
David Walker und sein Rückepferd kommen in regelmäßigen Abständen, um das Holz rauszuschaffen. Das Gelände ist steil, sodass schwere Forstmaschinen sowieso nicht hochkämen. Ein weiterer Vorteil des wendigen Pferdes: Die Baumstämme werden behutsam gezogen, was den Boden und junge Pflanzen schont.

Martin Götz will hier einen Walnusshain schaffen
Die bis zu 25 Meter hohen Walnussbäume werden das Kronendach bilden, in der mittleren Ebene wird es immergrüne Stechpalmen geben, die maximal zehn Meter hoch wachsen. Der Waldboden soll mit Heidesträuchern bedeckt werden, die Bienen, Schmetterlingen und Kleintieren einen wertvollen Lebensraum bieten.

Im Winter startet die Neubepflanzung
Noch während einige der alten Fichten stehen, beginnt in den Wintermonaten die Neubepflanzung: Im Dezember will Martin Götz die ersten Walnuss-Setzlinge und Stechpalmen pflanzen. Bis zur ersten Walnuss-Ernte wird es wohl 15 bis 18 Jahre dauern.

Frisch eingepflanztes Walnussbäumchen
Die jungen Bäume werden mit einem geeigneten Pflanzabstand eingesetzt. Die stärksten Bäume setzen sich durch und entwickeln sich mit mehr Licht, Wasser und Nährstoffen zu kraftvollen Exemplaren. Bei seiner Arbeit stimmt sich Martin Götz eng mit dem lokalen Förster ab.

Ehrenamtliches Engagement braucht viele Hände
Tatkräftige Unterstützung für den Streuobstpark Adelmannsfelden – aber auch für die Neubepflanzung des Walnusshains – erhält Martin Götz von seiner Frau Marina sowie der ganzen Familie, Freunden und einem engagierten Kreis von circa 12 Freiwilligen, die immer wieder mit anpacken. Die Produkte aus dem Streuobstpark werden bisher an einem Stand vor Ort und auf lokalen Märkten verkauft.

Preisträger beim Wettbewerb UNSERE HEIMAT 2026
Mit dem Projekt „Neubepflanzung eines Walnusshains“ gehört Martin Götz (2. v. l.) aus Adelmannsfelden zu den Gewinnern des Wettbewerbs UNSERE HEIMAT 2026 und erhielt 5.000 Euro Fördergeld. Die Patenschaft für das Projekt übernimmt EDEKA-Kaufmann Michael Miller (3. v. l.) aus dem benachbarten Hüttlingen. Bei der symbolischen Scheckübergabe waren auch der Bürgermeister Manuel Hoke und Michaela Meyer, Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit EDEKA Südwest, dabei. „Mit dem Wettbewerb fördern wir gezielt Naturschutzprojekte in unserem Vertriebsgebiet und machen das Engagement der Menschen vor Ort sichtbar“, erklärte Michaela Meyer. „Ziel ist es, den Ausbau eines regionalen Biotopverbunds zu fördern.“ Weitere Infos gibt es hier: #zukunftleben-Bericht 2025

So kannst du den Wettbewerb UNSERE HEIMAT unterstützen
Möglich gemacht wird die Unterstützung der Naturschutzprojekte durch EDEKA-Kundinnen und -Kunden, denn die Fördersumme wird durch den Kauf der Bio-Kräutertöpfe von UNSERE HEIMAT unterstützt. Eine Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von EDEKA Südwest und der deutschen Naturschutzstiftung NatureLife-International, bewertet die Bewerbungen, die jedes Jahr bei dem Wettbewerb UNSERE HEIMAT eingereicht werden.

So kannst du beim Wettbewerb UNSERE HEIMAT mitmachen
Setzt du dich mit einem Projekt für Naturschutz, Artenvielfalt und die Erhaltung von natürlichem Lebensraum ein? Dann nimm am Wettbewerb UNSERE HEIMAT teil. Du kannst dich jedes Jahr bis zum 31. Januar bewerben und bis zu 5.000 Euro Fördergeld erhalten. Wichtige Voraussetzung: Dein Projekt liegt im Vertriebsgebiet von EDEKA Südwest (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, der südliche Teil von Hessen und angrenzende Teile Bayerns).
#zukunftleben: Bio-Kürbisse aus dem Südwesten
Im Herbst läuft die Kürbisernte für die Regionalmarke UNSERE HEIMAT auf Hochtouren! Wir stellen den Bio-Betrieb der Familie Eben von Racknitz vor, zeigen die Unterschiede zwischen den Kürbis-Sorten und geben Rezept-Tipps.


