Fisch und Meeresfrüchte mit MSC- oder ASC-Siegel

Wer beim Fischkauf auf das MSC- oder ASC-Siegel achtet, kann Fisch und Meeresfrüchte erkennen, die nach festgelegten Umweltstandards gefangen oder gezüchtet wurden. Im Folgenden erfährst du, welche Kriterien hinter den beiden Siegeln stehen, welche Fische und Meeresfrüchte es bei EDEKA Südwest u. a. im Sortiment gib und wie du sie zubereiten kannst.

„Check deinen Fisch“

Fisch ist lecker, vielseitig und steht bei vielen Menschen regelmäßig auf dem Speiseplan. Doch nicht jeder Fisch kommt unter gleichen Bedingungen auf den Teller. Überfischung, zerstörte Lebensräume und schlechte Zuchtmethoden sind reale Probleme.

EDEKA Südwest unterstützt auch dieses Jahr wieder die „Check deinen Fisch!“-Initiative der Organisationen ASC (Aquaculture Stewardship Council) und MSC (Marine Stewardship Council) – für den Schutz von Meeren und Fischbeständen.

In den EDEKA-Märkten im Südwesten findest du eine große Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten aus verantwortungsvollen Quellen.

So sind beispielsweise 100 % der Fisch-Bedientheken in unseren Regie-Märkten (werden direkt von EDEKA Südwest betrieben) MSC- und ASC-zertifiziert.*  Außerdem haben wir über 330 Artikel, die mit dem MSC-Siegel gekennzeichnet sind, im Selbstbedienungs- und Bedientheken-Sortiment.*

Was die Siegel genau bedeuten, verraten wir dir weiter unten.

*Quelle: #zukunftleben-Bericht 2025

3 Fischarten mit MSC-Siegel aus unserem Sortiment

Der Kabeljau lebt in den kalten Gewässern des Nordatlantiks, der Nordsee und der Barentsee, wo er in Tiefen von bis zu 600 Metern anzutreffen ist. An seinem vorstehenden Oberkiefer, dem typischen Bartfaden am Unterkiefer, der dunkel marmorierten Färbung und der hellen, gebogenen Seitenlinie ist er gut zu erkennen.

In den 1990er-Jahren waren viele Kabeljaubestände im Atlantik in einem kritischen Zustand. Infolge jahrzehntelanger Überfischung brachen einige, wie etwa vor den Großen Neufundlandbänken, sogar völlig zusammen. Dieses Ereignis war mit ein Auslöser für die Gründung des MSC. Der MSC setzt sich seither gegen Überfischung ein und hat einen Umweltstandard für ökologisch nachhaltigen Fischfang entwickelt, nach dessen Kriterien Fangaktivitäten unabhängig bewertet und zertifiziert werden.

Seine goldrote Färbung und die großen, auffälligen Augen machen den Rotbarsch unverwechselbar. Er gehört zur Familie der Stachelköpfe und ist vor allem im europäischen Nordmeer heimisch – einem großen Gebiet zwischen den Küsten von Norwegen, Island, Grönland, den Färöer-Inseln, Schottland und Schweden.

Rotbarsche wachsen sehr langsam, werden erst spät geschlechtsreif und bringen verhältnismäßig wenig Nachwuchs zur Welt. All das macht sie besonders anfällig für Überfischung. Das MSC-Siegel ist deshalb beim Einkauf ein wichtiges Orientierungszeichen: Es steht für unabhängig zertifizierten Fischfang, bei dem der Zustand der befischten Bestände und die Auswirkungen des Fischfangs auf das Meeresökosystem regelmäßig anhand der Kriterien des MSC-Umweltstandards bewertet und geprüft werden.

Der Schwarze Heilbutt gehört zur Familie der Schollen und ist als Plattfisch an seinem langgestreckten, seitlich stark abgeflachten Körper und dem auffällig großen Maul zu erkennen. Er ist vor allem im Nordatlantik zu Hause – von den Küsten Norwegens und der Barentssee über Island und Grönland bis hin zu Neufundland.

Schwarze Heilbutte wachsen langsam und werden erst nach sieben bis elf Jahren geschlechtsreif. Sie bringen verhältnismäßig wenig Nachwuchs hervor – ähnlich wie der Rotbarsch sind sie damit besonders empfindlich gegenüber zu hohem Fischereidruck. Das MSC-Siegel zeigt, dass der Fisch aus Wildfang stammt, der die Kriterien des MSC-Umweltstandards erfüllt. Dabei werden u. a. der Zustand des befischten Bestands, die Auswirkungen des Fischfangs auf das Meeresökosystem und die Regulierung und Kontrolle der Fangaktivitäten bewertet.

Dafür steht das MSC-Siegel

Fisch- und Meeresfrüchteprodukte mit dem blauen MSC-Siegel stammen aus Wildfang, der nach dem MSC-Umweltstandard zertifiziert ist. MSC-zertifizierter Fischfang wird regelmäßig durch unabhängige Auditoren anhand wissenschaftlicher Kriterien und Daten geprüft.

  • MSC-zertifizierte Fischereien müssen Anforderungen erfüllen, die auf die langfristige Erhaltung der Fischbestände ausgerichtet sind.

  • Der Fischfang muss seine Auswirkungen auf das Meeresökosystem reduzieren und Beifang begrenzen.

  • Vorausschauendes Fischereimanagement unter Einhaltung aller geltenden Gesetze und internationalen Vereinbarungen.

Rezeptideen für Kabeljau, Rotbarsch und Heilbutt

3 Fischarten mit ASC-Siegel aus unserem Sortiment

Mit seinem silbrig glänzenden Körper, dem rosa bis orangefarbenen Fleisch und der charakteristischen stromlinienförmigen Form ist der Lachs einer der bekanntesten Speisefische. Da wilde Lachsbestände in vielen Regionen stark unter Druck stehen, stammt der Großteil des in Deutschland verkauften Lachses aus Aquakultur – vor allem aus Norwegen und Schottland.

Das ASC-Siegel kennzeichnet Lachs aus Farmen, die unabhängig nach dem geltenden ASC-Standard zertifiziert wurden. Dieser enthält unter anderem Anforderungen zu Wasserqualität, Futtermitteln und den Auswirkungen der Zucht auf umliegende Gewässer und Wildlachse.

Die Regenbogenforelle verdankt ihren Namen dem schimmernden, rötlich-violetten Längsstreifen, der sich an ihrer Flanke entlangzieht – auf einem silbrig-grünen Körper, der von dunklen Punkten übersät ist. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, ist sie heute eine der am häufigsten gezüchteten Fischarten in Europa – und damit auch in Deutschland weit verbreitet.

Regenbogenforellen im Handel stammen in der Regel aus Aquakultur. Das ASC-Siegel bietet beim Kauf Orientierung: Es kennzeichnet Forellen aus Zuchtbetrieben, die unabhängig nach dem geltenden ASC-Standard zertifiziert wurden. Dieser enthält unter anderem Anforderungen an die Herkunft und den Einsatz von Futtermitteln, die Wasserqualität und die Betriebsführung der Zuchtanlagen.

Sie ist auch als Black Tiger oder Riesengarnele bekannt und verdankt ihren Namen den quer verlaufenden dunklen Farbbändern auf ihrem Körper, die an ein Tigermuster erinnern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich entlang der Küsten des westlichen Indopazifiks – von der ostafrikanischen Küste über Indien und Südostasien bis nach Nordaustralien.

Die Garnelenzucht kann Mangroven und andere lokale Ökosysteme beeinträchtigen. Das ASC-Siegel bietet beim Kauf Orientierung: Es kennzeichnet Garnelen aus Zuchtbetrieben, die unabhängig nach dem geltenden ASC-Standard zertifiziert wurden. Dieser enthält unter anderem konkrete Anforderungen zur Vermeidung der Umwandlung natürlicher Feuchtgebiete – einschließlich Mangroven – sowie zum Schutz kritischer und sensibler Lebensräume.

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Dafür steht das ASC-Siegel

Das ASC-Siegel dürfen nur Betriebe nutzen, die nach dem ASC-Standard zertifiziert wurden und nachweislich dessen Regeln einhalten.

  • Züchterinnen und Züchter, die nach dem ASC-Standard zertifiziert sind, erfüllen Anforderungen zum Schutz der Biodiversität sowie zur Förderung von Fischgesundheit und Tierwohl.
  • Darüber hinaus erfüllen sie Anforderungen zu fairen und sicheren Arbeitsbedingungen, zur Einbindung lokaler Gemeinschaften sowie zur Erfassung und zum Management von Treibhausgasemissionen.

Rezeptideen für Lachs, Forelle und Garnele

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