17.07.2026 – Die Regional-Stars werden seit 2016 vom Branchenmagazin Lebensmittel Praxis und der Grünen Woche Berlin jährlich in den vier Kategorien „Produktinnovation“, „Handelskooperation“, „Verarbeitung“ und „Marketing“ verliehen. Gleich drei Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an Unternehmen des EDEKA-Verbunds im Südwesten – an die Großhandlung sowie an zwei der insgesamt mehr als 400 selbständigen Kaufleute.
EDEKA Südwest und die Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind arbeiten bereits seit mehr als 25 Jahren zusammen. Im Rahmen eines Regional-Forums in Berlin wurde die Partnerschaft am Dienstag, den 7. Juli 2026, mit dem Regional-Star 2026 in der Kategorie „Handelskooperation“ gewürdigt. EDEKA Ueltzhöfer wurde mit dem Regional-Star 2026 in der Kategorie „Verarbeitung“ ausgezeichnet. Prämiert wurde das Konzept des Ueltzhöfer Kuechenwerks, das auf die vollständige Vermarktung des seltenen Limpurger Weideochsen setzt. EDEKA Milkau erhielt den Regional-Start in der Kategorie „Handelskooperation“ für das Konzept „Tante Milkau“, eine regionale Eigenmarke, die gemeinsam mit Erzeugerinnen und Erzeugern aus der Region entwickelt wurde. Die Laudationes hielt in diesem Jahr Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.



Weide- und Mutterkuhhaltung sowie Erhalt der Kulturlandschaft
„Die Auszeichnung steht stellvertretend für das langjährige Engagement aller Partner in dieser Kooperation. Unser Dank gilt insbesondere den Mitgliedsbetrieben der Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind, die die gemeinsamen Ziele Tag für Tag mit Leben füllen“, so Axel Lienhard, Leiter Marketing Produktionsbetriebe bei EDEKA Südwest, der den Sonderpreis in Berlin gemeinsam mit Markus Kaiser, Vorstandsvorsitzender Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind, entgegennahm. Jürgen Mäder, Vorstand EDEKA Südwest ergänzt: „Seit vielen Jahren arbeiten wir gemeinsam daran, die heimische Landwirtschaft zu stärken, den Erhalt der Schwarzwälder Kulturlandschaft zu unterstützen und Verbraucherinnen und Verbrauchern Bio-Rindfleisch aus regionaler Erzeugung anzubieten. Es freut uns, dass wir zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung in dieser Kategorie erhalten, eine Bestätigung für unsere kontinuierliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben in unserer Region.“ Die Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind vereint heute rund 180 landwirtschaftliche Betriebe aus dem Landkreis Waldshut, dem Hochschwarzwald sowie den Regionen Freiburg und Offenburg. Seit 1993 steht sie für die regionale Erzeugung und Vermarktung von Bio-Rindfleisch. Die Tiere werden nach den strengen Naturland-Richtlinien gehalten und verbringen den Großteil des Jahres auf Weiden im Schwarzwald. Charakteristisch für das Programm sind die Weide- und Mutterkuhhaltung. Das Ergebnis ist Rindfleisch aus regionaler Landwirtschaft in zertifizierter Bio-Qualität, das in Märkten des EDEKA-Verbunds im Südwesten erhältlich ist. In den vergangenen beiden Jahren erhielt EDEKA Südwest den Regional-Star in der Kategorie „Handelskooperation“ gemeinsam mit der Gärtnerei des Pestalozzi Kinder- und Jugenddorfs in Wahlwies (2025) und für die regionale Eigenmarke Hofglück (2024).
Ganztiervermarktung als Beitrag zum Erhalt einer seltenen Rinderrasse
„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie regionale Wertschöpfung und eine umfassende Verwertung der Tiere Hand in Hand gehen können. Dadurch entsteht ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept, das die regionale Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette stärkt. Ich freue mich sehr, dass dieses Engagement nun mit dem Regional-Star ausgezeichnet wurde“, sagte Jürgen Mäder anlässlich der Preisverleihung an EDEKA Ueltzhöfer. Der Limpurger Weideochse zählt zu den seltensten Rinderrassen Deutschlands. Um den Fortbestand der Tiere zu sichern, braucht es wirtschaftliche Perspektiven für die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe. Hier setzt das Konzept von EDEKA Ueltzhöfer an. In der hauseigenen Manufaktur, dem Ueltzhöfer Kuechenwerk in Heilbronn, werden die Weideochsen aus regionaler Haltung vollständig verarbeitet. Dadurch entsteht eine geschlossene regionale Wertschöpfungskette vom landwirtschaftlichen Betrieb über die Verarbeitung bis in den Markt. Teilstücke werden an den Frischetheken angeboten, während aus weiteren Fleischpartien Produkte wie Bolognese, Maultaschen, Brühen und Schmortöpfe hergestellt werden.
Regionale Eigenmarke gemeinsam mit Erzeugerbetrieben entwickelt
„Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren regionalen Erzeugerinnen und Erzeugern. Mit ‚Tante Milkau‘ verfolgen wir das Ziel, traditionelle Lebensmittel aus der Region sichtbar zu machen und gleichzeitig den Menschen hinter den Produkten ein Gesicht zu geben. Gemeinsam entwickeln wir Produkte, Rezepturen und Verpackungen und schaffen so authentische Lebensmittel mit nachvollziehbarer Herkunft. Der Erfolg dieses Konzepts gehört daher gleichermaßen unseren Partnerbetrieben wie unserem Team“, sagt Holger Milkau, EDEKA-Kaufmann, der den Preis für EDEKA Milkau in Berlin gemeinsam mit seiner Frau Sonja entgegennahm. Jürgen Mäder ergänzt: „Tante Milkau steht beispielhaft für eine moderne Form regionaler Zusammenarbeit. Das Konzept verbindet handwerkliche Herstellung, regionale Herkunft und eine enge Zusammenarbeit mit den Erzeugerbetrieben. Ich gratuliere herzlich zu dieser Auszeichnung.“ Ausgangspunkt für das nun ausgezeichnete Konzept war die Suche von EDEKA-Kaufmann Holger Milkau nach einem hochwertigen Kaffee für die hauseigene Bäckerei „Tante Milkau“. Daraus entwickelte sich die Idee einer eigenen regionalen Produktlinie. Unter der Marke „Tante Milkau“ werden heute traditionelle Lebensmittel angeboten, die von regionalen Erzeugerbetrieben aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern hergestellt werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Preisgestaltung: Alle Preise werden gemeinsam mit den Erzeugerinnen und Erzeugern auf Grundlage der tatsächlichen Produktionskosten vereinbart. Das schafft Planungssicherheit und eine langfristige Perspektive für die beteiligten Betriebe.
