Beide Vereine engagieren sich für den Schutz und Erhalt von heimischen Krebs- und Fischarten. Ihr Einsatz wird nun von EDEKA Südwest in Zusammenarbeit mit der Stiftung NatureLife-International mit jeweils 2.500 Euro unterstützt.

Scheckübergaben bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft in Wolpertshausen.
Michaela Meyer, EDEKA Südwest (zweite von rechts), und Rudolf Bühler, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (zweiter von links) unterstützen Angelsportverein „Jagst“ Langenburg und Fischzuchtverein Schwäbisch Hall

Der gesamte natürliche Krebsbestand war nach der Jagstkatastrophe 2015 zusammengebrochen. Um Stein- und Flusskrebse nach zu züchten und sie später dann wieder in die Jagst aussetzen zu können, pachtete der Angelsportverein ein größeres Gelände mit insgesamt vier Seen. Das sogenannte „Fischfeld Bächlingen“ wird nun aufwändig hergerichtet, zunächst mussten die Seen wieder ausgebaggert werden. Im nächsten Schritt müssen die Becken für die Krebsnachzucht gerichtet, außerdem sollen Bäume gepflanzt und Wildblumen ausgesät werden. Die Angler wollen heimische Fisch- und Krebsarten möglichst naturnah aufziehen, damit sie dann problemlos in die Jagst eingesetzt werden können.

Der Fischzuchtverein Schwäbisch Hall e.V. hat sich das Ziel gesetzt, einen Abschnitt des Flusses Bühler bei Vellberg zu revitalisieren. Damit soll erreicht werden, dass die dort vorkommenden Kieslaicher (verschiedene Fischarten) sich wieder auf natürliche Art fortpflanzen können. Da der Untergrund des Bühlerbachbettes an den meisten Stellen so stark verdichtet ist, haben die im Kies laichenden Fische fast keine Chance auf natürliche Vermehrung. Mit dem Aufbau von Kiesbänken an geeigneten Stellen wollen die Vereinsmitglieder es schaffen, dass sich unter anderem Fische wie Strömer, Schneider, Bachforelle und Äsche wieder selbständig und natürlich fortpflanzen können. Zusätzlich werden Totholzzonen mit eingebracht, um den kleinen Fischen Unterschlupf und Schutz vor natürlichen Feinden zu bieten.

Scheckübergaben bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft in Wolpertshausen

Die beiden symbolischen Schecks in Höhe von jeweils 2.500 Euro wurden nun im Markt der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, die die Patenschaft für die zwei Projekte übernommen hat, an Achim Thoma, Vorsitzender des Angelsportvereins, sowie an Manfred Böhm, Gewässerwart des Fischzuchtvereins Schwäbisch Hall, überreicht. Die Herren bedankten sich bei Bruno Blattner als Vertreter der Stiftung NatureLife-International und Michaela Meyer, Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit bei EDEKA Südwest, für die Auszeichnung und die Förderung. „Nur in einer ökologisch intakten Kulturlandschaft können qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert werden. Ihr Erhalt ist uns deshalb ein besonderes Anliegen“, erläutert Michaela Meyer das Engagement des Lebensmittelhändlers.

Mehr als 300.000 Euro an über 100 Projekte

Unter dem Motto „Unsere Heimat und Natur“ hat EDEKA Südwest im Jahr 2014 gemeinsam mit der Stiftung NatureLife-International einen jährlichen Wettbewerb für herausragende Naturschutzprojekte im Südwesten ins Leben gerufen. Prämiert und mit jeweils bis zu 5.000 Euro finanziell gefördert, werden Projekte, die sich für die Schaffung und den Erhalt von Biotopen, die Renaturierung sowie den Schutz von Lebensräumen für Wildtiere und -pflanzen einsetzen. Unterstützt wird die Aktion durch einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Kräutertöpfen der EDEKA Südwest-Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“.

Biotopverbund im Südwesten als Ziel

Mehr als 100 Gruppen und Vereine in der Region wurden bereits ausgezeichnet und mit insgesamt über 300.000 Euro gefördert, dieses Jahr kommen 22 weitere dazu. „Damit kommen wir unserem langfristigen Ziel, einen Biotopverbund im Südwesten Deutschlands zu schaffen, auch in diesem Jahr ein ganzes Stück näher“, erklärte Michaela Meyer stolz im Rahmen des Wettbewerbs.