Blühfläche anlegen und pflegen

Seit 2014 engagiert sich EDEKA Südwest mit der Samentüten-Aktion für den Schutz von Insekten und deren Lebensräumen. Jährlich werden an einem Aktionstag im März Samentüten an die Kunden verteilt. Worauf Sie beim Anlegen der Blühfläche achten sollten, erklären wir hier.

Ein guter Zeitraum für die Aussaat ist von Mitte April bis Juni. Die Pflanzen, die aus den Samen wachsen, mögen einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Wenn Sie eine größere Blühfläche anlegen möchten, lassen Sie bei der Aussaat doch ein paar Stellen frei oder stecken Sie Wege ab. Diese freien Stellen nutzen viele Wildbienen gerne, um ihre Nester im Boden anzulegen. Die Mehrheit der Wildbienenarten nistet nämlich unterirdisch.

Blühfläche anlegen – so geht’s

Grasnarbe entfernen

Damit eine freie, unbepflanzte Bodenfläche entsteht, muss die Grasnarbe zunächst abgeschält und dann entfernt werden. Mit einem scharfen Spaten klappt das am besten.

Boden umgraben

Der freigelegte Boden sollte dann umgegraben und die oberste Erdschicht mit einem Spaten oder einer Grabegabel ordentlich aufgelockert werden.

Steine und Wurzeln entfernen

Ziel ist es, eine feinkrümelige Oberfläche zu erhalten. Größere Steine, Pflanzenwurzeln oder verbliebene Beikräuter sollten deshalb entfernt werden.

Fläche aufrauen

Vor dem Aussäen sollten Sie die Erde mit einer Harke noch mal etwas aufrauen. So können auch kleine Unebenheiten ausgeglichen werden.

Boden verdichten

Gehen Sie danach mit einer Rasenwalze über die Fläche. Alternativ können Sie auch breite Bretter dafür nehmen oder den Boden einige Tage ruhen und sich setzen lassen.

Blühmischung ausstreuen

Mischen Sie das Saatgut mit der fünf- bis zehnfachen Menge Sand, dann lässt es sich besser ausstreuen.

Blühmischung andrücken

Gehen Sie erneut mit der Walze über den Boden. Dadurch werden die Samenkörner von Erde umschlossen und bei der Keimung hängen keine Wurzeln in der Luft, die vertrocknen würden.

Wasser marsch

Zuletzt die Fläche so lange gießen, bis sie gut durchfeuchtet ist. Gerade in der Anfangszeit, bis die Keimlinge tief genug gewurzelt haben, sollte der Boden stets feucht sein.

Blühfläche pflegen – 5 Tipps

  1. Um Bestäubung und Artenreichtum zu fördern, sollte einmal nach dem Aufblühen gemäht werden. Wenn die Margeriten blühen, ist ein guter Zeitpunkt. Ende August bis Mitte September können Sie die Fläche dann ein zweites Mal mähen.
  2. Haben Sie eine größere Fläche angelegt, mähen Sie nicht alles auf einmal. Lassen Sie einzelne Abschnitte 14 Tage länger stehen, dann finden die Insekten weiterhin Nahrung.
  3. Der klassische Rasenmäher ist ungeeignet. Mit einer Sense lässt sich die blühende Vielfalt am schonendsten kürzen. Es gibt auch Motorsensen oder spezielle Wiesenmäher.
  4. Das Mähgut sollten Sie antrocknen und zwei Tage liegen lassen. So fallen noch Samen aus, die die Wiese noch blumiger machen.
  5. Länger liegen lassen sollten Sie das Mähgut allerdings nicht. Sonst würde sich zu viel Humus bilden und die Wildblumen brauchen magere Böden, um gut zu gedeihen.

#zukunftleben: Das steckt in den Samentüten

Die Samentüten enthalten eine bunte Mischung an Wild- und Kulturpflanzen – perfekt als Nahrungsquelle für kleine Nützlinge. Sechs Pflanzen, die aus den Samen wachsen, stellen wir Ihnen in unserem Beitrag „Hier blüht Ihnen was: mit Samentüten Insekten helfen” näher vor.

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