Bloggerin Nathalie kocht mit ihren Jungs

Polenta-Crêpes mit Paprika-Avocado-Salat sind leicht. Kinderleicht? Nathalie vom Blog Wunderhaftig.net macht die Probe aufs Exempel: Mit ihren beiden Söhnen Mika-Flynn (5) und Taavi (2) setzt sie ihre Rezeptidee um. Warum beim gemeinsamen Kochen nicht nur Kinder von Erwachsenen viel lernen können, sondern auch umgekehrt, verrät die Bloggerin in ihrem Gast-Beitrag  

Die Super-Power der Mamas: Geduld und starke Nerven

Ja, mit Kindern zu kochen, dauert natürlich deutlich länger, als wenn man es schnell selbst macht. Es wird gekleckert, Essen landet versehentlich auf dem Boden und ich musste mich erst daran gewöhnen, Mika-Flynn mit einem Messer hantieren zu sehen. Aber nur dadurch lernt er es selbst. Nur durch Ausprobieren und Selbermachen. Ich finde es wichtig, seinen Kindern etwas zuzutrauen. Natürlich helfe ich und achte darauf, dass nichts passiert.

Das Gericht rückt eher in den Hintergrund. Wenn man mit Kindern kocht, geht es um etwas anderes: die gemeinsame Erfahrung. Wenn wir als Familie einkaufen, kochen und genießen, merken Mika-Flynn und Taavi, dass es um mehr als ums Essen geht. Die Mahlzeiten bringen uns zusammen: Dass die ganze Familie sich am Esstisch trifft und ohne digitale Ablenkungen Zeit füreinander und zum Genießen hat, ist mir wichtig. Egal wie hektisch der Tag auch gewesen sein mag.

Natürlich wünsche ich mir als Mama, dass sich meine Kinder ausgewogen ernähren, mit viel Obst und Gemüse. Ich versuche aber nicht, das zu erzwingen. Ich möchte einfach schöne Momente mit Mika-Flynn und Taavi erleben – in der Küche, am Esstisch, beim Einkaufen. Und selbst wenn sie später Phasen haben sollten, in denen sie alles, was auch nur ansatzweise gesund aussieht, verweigern, erinnern sie sich hoffentlich wieder an solche Momente.

Mika-Flynn freut sich, dass ich ihm zutraue, sicher mit dem Messer umzugehen
Kinder lieben Pfannkuchen und Crêpes – da sind Mika-Flynn und Taavi keine Ausnahme. In den Teig geben wir noch etwas Polenta-Mehl
Beim Wenden der Crêpes hilft Taavi mit. Für meinen Jüngsten gibt es in der Küche immer Neues zu entdecken

Kochen für Kinder verlangt auch mir starke Nerven und viel Geduld ab: wenn der Teller voll bleibt und man umsonst in der Küche gestanden und sich Mühe gegeben hat. Oder wenn der Große alles, was nach Obst und Gemüse aussieht, ablehnt. Aber umso schöner sind auch die anderen Momente: wenn Mika-Flynn und Taavi beim Rühren und Schnippeln helfen. Wenn ihre Augen leuchten vor Stolz über die eigenen

Kochkünste. Wenn die Teller leer gegessen werden und man gelobt wird. Und wenn Mika-Flynn auf einmal nachdenklich feststellt: „Ui, Avocado sieht zwar komisch aus. Schmeckt aber doch eigentlich ganz gut.“ Ich glaube schon, dass man Freude am Kochen und an frischen Lebensmitteln weitergeben kann. Schon meine Mama und Oma haben mir vorgelebt, ausgewogen und abwechslungsreich zu genießen.

Ohne mein Müsli, meinen Smoothie oder andere Lieblingsrezepte würde mir einfach etwas fehlen. Aber auch wir Erwachsene können von Kindern viel über Genuss lernen: Gerade Taavi, mein Jüngster, hat so eine große Neugier und Entdeckerlust. Er will ständig neue Geschmäcker erkunden und Zutaten und Gerichte probieren. Von dieser Experimentierfreude können wir Erwach-
senen uns ruhig eine Scheibe abschneiden.

Von Mika-Fynn und Taavi wärmstens empfohlen:
Nathalies Polenta-Crêpes mit Paprika-Avocado-Salat

Gibt es irgendein Kind, das Pfannkuchen oder Crêpes nicht mag? Meine Jungs jedenfalls lieben die dünnen Teigfladen. Ich wandle den Teig gerne ab und verwende statt nur Mehl auch Polenta. Dadurch bekommen die Crêpes einen ganz neuen Pep. Perfekt dazu passt eine bunte Gemüsefüllung, wie der Paprika-Avocado-Salat.

Zutaten für 4 Personen:

Für den Crêpes-Teig: 60 g Polenta, 60 g Mehl, etwas Salz, 2 Eier (Gr. M), 250 ml Milch, 1 EL Rapsöl (für den Teig), 4 EL Rapsöl (zum Braten)

Für die Füllung: 100 g Kirschtomaten, 1 rote Paprika, 4 Zweige Petersilie, 2 Avocados, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer

1. Für den Teig Polenta, Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Nach und nach Eier, Milch und einen Esslöffel Rapsöl unterrühren und zu einem glatten Teig verrühren. 20 Minuten zugedeckt quellen lassen.

2. Für die Füllung die Tomaten und Paprika waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Petersilie ebenfalls waschen, trocken schütteln und fein hacken. Avocados halbieren, Steine entfernen, das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel herausheben und würfeln.

3. Die Avocadowürfel mit dem Zitronensaft beträufeln und mit den Tomaten, Paprika und Petersilie vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Je einen Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und darin bei mittlerer Hitze portionsweise (am besten mit einer Suppenkelle portionieren) vier Crêpes backen und von jeder Seite zwei bis drei Minuten braten, bis sie goldgelb sind.

5. Mit dem Paprika-Avocado-Salat füllen und sofort servieren.

„Natürlich möchte ich meine Liebe
zum Kochen an meine Kinder weitergeben.
Am besten gelingt das, glaube ich,
indem wir einfach gemeinsam schöne
Momente in der Küche
und am Esstisch erleben.“

Nathalie, Bloggerin aus der Nähe von Stuttgart

#zukunftleben
In Zusammenarbeit mit der EDEKA Stiftung setzt sich EDEKA Südwest dafür ein, dass bereits Kinder und Jugendliche den Wert von Lebensmitteln erkennen und schätzen lernen. So finden zum Beispiel gemeinsam mit Schulen Marktrallyes und Sinnesparcours statt und Kitas werden dabei unterstützt, Gemüsebeete anzulegen und mit Kindern zu pflegen. Weitere Informationen zu den Projekten für Kinder und Jugendliche finden Sie hier.

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